Studie: B.1.1.7 ist 64 Prozent tödlicher als frühere Coronavirus-Varianten

Britische Mutation

Die britische Mutante des Coronavirus B.1.1.7 soll deutlich tödlicher sein als frühere Varianten. 46 Prozent der Corona-Infizierten in Deutschland tragen die Mutation in sich.

11.03.2021, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Seit einigen Wochen werden Proben auch auf Virusmutationen untersucht.

Seit einigen Wochen werden Proben auch auf Virusmutationen untersucht. © picture alliance / Andreas Arnold/dpa

Einer aktuellen Studie zufolge ist die neue Coronavirus-Mutante B.1.1.7 64 Prozent tödlicher als vorherigen Varianten. Laut den Forschern der britischen Universität Exeter führt eine Infektion mit B.1.1.7 in 4,1 von 1000 Fällen zum Tod, berichten am Mittwoch mehrere Medien unter Berufung auf die Nachrichtenagentur „AFP“.

Weniger Risikopatienten in der Studie

Die Forscher untersuchten Datenpaare von jeweils rund 55.000 Personen: Alle von ihnen infizierten sich zwischen Oktober und Januar mit dem Coronavirus. Nach ihrem Testergebnis wurden die Testpersonen für 28 Tage beobachtet.

Bei dieser Studie konzentrierten sich die Wissenschaftler allerdings auf Menschen, die außerhalb von Krankenhäusern positiv getestet worden – so ist der Anteil von Risikopatienten niedriger als in anderen Studien. Falls sich die Ergebnisse auch auf andere Gruppen der Bevölkerung übertragen lassen, könnte das laut des Forschungsteams bedeuten, dass B.1.1.7 „eine erhebliche zusätzliche Sterblichkeit im Vergleich zu bereits zirkulierenden Varianten“ verursacht.

B.1.1.7 auf dem Vormarsch

Eine vom Robert-Koch-Institut veröffentlichte Analyse aus der letzten Woche stellte fest, dass sich die Virusvariante B.1.1.7 weiter rasant in Deutschland ausbreitet. Der in einer Stichprobe ausgemachte Anteil an PCR-bestätigten Sars-CoV-2-Nachweisen in Deutschland beträgt in der letzten Februarwoche rund 46 Prozent. Rund 26.000 Proben wurden dafür untersucht.

Auch die RKI-Testzahlerfassung zeigt eine kontinuierliche Steigerung des Anteils von B.1.1.7 auf 40 Prozent in derselben Woche. Der zuletzt veröffentlichte RKI-Bericht vom 17. Februar registrierte noch eine Rate von 22 Prozent.

RND/dpa/am

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