Studierendenausschuss organisiert mit Uni Kampagne

Asta gegen Rechts

Weiterhin beschäftigt sich die Ruhr-Universität mit dem Tumult in der Vorlesung. Viele Studenten sind auch per E-Mail über den Neonazi informiert worden. Auch Angestellte der Universität haben sich bei unserer Redaktion gemeldet, weil sie die E-Mail ebenfalls erhalten haben. Woher diese stammt, ist noch immer unklar.

QUERENBURG

von Von: Sebastian Ritscher

, 11.12.2013, 10:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Studierendenausschuss organisiert mit Uni Kampagne

In den Hörsäälen der Uni Bielefeld ist kein Platz für Nazis. Das macht die Uni auch mit der Kampagne »Uni gegen Vorurteile« klar, in der sie unter anderem in Vorlesungen aufklärt. Eine ähnliche Kampagne will nun auch die Ruhr-Universität gemeinsam mit dem Asta starten.

Köhler und das Rektorat wollen die Studenten über rechtes Gedankengut aufklären. Ob mit Buttons oder Vorlesungen, das soll sich zeigen. „Als nächstes wollen wir eine Arbeitsgruppe gründen“, sagt Köhler. Bevor die Arbeit an der Kampagne richtig los geht, stehen Mitte Januar die Wahlen des Studierenden-Parlaments an. „Aber auch vorher werden wir Gespräche führen“, so Köhler. Konkretes zur Kampagne kann der Asta-Vorsitzende nicht sagen – dafür zur politischen Ausrichtung des Astas: „Wir wollen eine Uni ohne Nazis.“ Trotzdem kann er die Aktion der Linken, die einen Hörsaal gestürmt und dort einen Nazi kenntlich gemacht haben, nicht völlig gutheißen. „Wir begrüßen jede Form der Aufklärung“, so Köhler. Er findet es gut, dass es eine aktive Gruppe gibt, der es nicht egal ist, ob Nazis an der RUB studieren. „Allerdings hätte diese Gruppe den Asta und die Uni informieren sollen, statt auf eigene Faust zu handeln.“ Eine Alternative zur Hörsaal-Stürmung wäre eine Rundmail der Uni gewesen, „vielleicht ohne Namen, aber dafür mit einem weiterführenden Link“.

Auf den Namen haben die Absender der aktuellen E-Mail nicht verzichtet. Sie haben den Neonazi benannt. Nun ist ein großer Teil der Studenten und der Mitarbeiter informiert. Eine Zahl kann Uni-Sprecher Jens Wylkop immer noch nicht nennen. Dafür den Grund der Anzeige gegen die Absender. „Die Anzeige ist wegen Ausspähens von Daten nach Paragraph 202a des Strafgesetzbuches erstellt worden.“ Unklar bleibt weiterhin, wo die Unbekannten Täter die E-Mail-Adressen her hatten. Sie könnten einen kleineren Server gehackt haben, aber auch Fleißarbeit ist nicht auszuschließen. „Wir haben relativ einfache Klarnamen-E-Mail-Adressen“, so Wylkop. Wer die Namen von Studenten und Mitarbeitern kennt, kann aus ihnen die E-MailAdressen zusammenstellen.