Sturmwarnung für NRW - Orkanartige Böen im Münsterland

Unwetter

Nordrhein-Westfalen drohen heute starke Sturmböen und heftiger Niederschlag, der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung herausgegeben. Der Kern des Sturmtiefs Xavier erreicht Münster und das nördliche Münsterland, dort ist sogar mit orkanartigen Sturmböen zu rechnen. Doch auch das restliche NRW liegt in der Gefahrenzone.

NRW

, 05.10.2017, 06:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Wind kommt aus Westen und er kommt mit Macht. Sturmtief Xavier zieht von der Nordsee rasch nach Polen und zieht dabei auch über Nordrhein-Westfalen hinweg. Die Unwetterwarnung für ganz NRW gilt ab 8 Uhr, zunächst bis zum Nachmittag um 16 Uhr. Dabei nimmt der Wind am Morgen ständig zu, bis zum Nachmittag muss im ganzen Land mit Sturmböen und mit starken Sturmböen mit einer Geschwindigkeit bis zu 100 Stundenkilometern gerechnet werden.

In Dortmund bleibt der größte Park der Stadt, der Westfalenpark, aufgrund der Sturmwarnungen geschlossen.

Wegen der aktuellen Warnungen vor Sturm- und Orkanböen ist der #Westfalenpark heute aus Sicherheitsgründen geschlossen.

— Stadt Dortmund (@stadtdortmund)

Zudem musste am Mittag der Dortmunder Westenhellweg gesperrt werden. Dort hatte sich kurz vor 13 Uhr ein großes Werbebanner vom Gerüst am Turm der Petrikirche gelöst.

Auch auf der Bahnstrecke der S5 geht derzeit in Dortmund nichts mehr. Auf der Strecke zwischen Dortmund-Kruckel und Dortmund-Barop liegt ein Baum im Gleis, meldet die Bahn. Die Züge fahren auf einer Umleitung ohne Zwischenhalt zwischen Dortmund Hbf und Witten Hbf.Wie lang die Strecke gesperrt ist, ist noch unklar.

Dem Münsterland drohen sogar orkanartige Böen, hier gehen die Meteorologen von Windgeschwindigkeiten bis zu 115 Stundenkilometern aus, das entspricht Windstärke 11. Bei dieser Stärke muss auch mit starken Schäden gerechnet werden. Laut dem Deutschen Wetterdienst in Essen können Bäume umknicken oder durch den Wind entwurzelt werden.

Gegen Mittag kann es auch zu Gewittern kommen, da hinter dem Sturmtief kalte Polarluft folgt. Am Nachmittag flaut der Wind dann ab.

Bis dahin gilt: "Am besten sollte man nicht aus dem Haus gehen", sagt Diana Hildebrand vom Deutschen Wetterdienst in Essen. Wer sich aber draußen aufhält, sollte Abstand von Gebäuden, Bäumen, Hochspannungsleitungen und Gerüsten halten.

Hier geht es zur aktuellen Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes.

Diese Grafik zeigt die Zugbahn des Sturmtiefs:

Zusammenfassende Grafik zur #Zugbahn und den #Gefahrengebieten durch #Schnellläufer#Sturmtief#Xavierpic.twitter.com/pZpsVPNkBb

— DWD (@DWD_presse)

Diese Animation der Unwetterzentrale ist ebenfalls sehr eindrücklich:

Am Donnerstag geht alles sehr schnell. Unsere Animation zeigt starken #Regen (gelbe - rote Signale). Warnungen auf https://t.co/UgzBMANODRpic.twitter.com/CJ0dr69IG6

— Unwetterzentrale (@uwz_de)

 

 

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