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Schinken für den Pastor

Südlohn Da ist der "kleine Vitus" aber untröstlich. Keine einzige Frage kann er dem Pastor bei der großen "Theologieprüfung" beantworten - und der rauft sich die Haare.

15.11.2007

Das vermeintlich starke Geschlecht bekam beim Frauenkaffee in diesem Jahr öfter als einmal sein Fett weg. Die mehr als 500 Frauen, die der Einladung zu den drei Veranstaltungsterminen der kfd Südlohn gefolgt waren, störte es nicht. Sie kamen gerne der Aufforderung der Theatergruppe nach, sich für einige Stunden einfach nur zurückzulehnen. Doch war dies einfacher gesagt als getan, wenn man sich vor Lachen den schmerzenden Bauch halten und die tränenden Augen wischen musste.

Zum Glück war da die Tanzgruppe - zum letzten Mal unter der Leitung von Anni Nienhaus. Sie sorgte mit bunten Tüchern und anmutigen Bewegungen bei "Mein lieber Mann" für romantisches Flair oder bei Märschen wie "Alte Kameraden" für die gehörige Portion Stimmung im Haus der Vereine.

Aber im Grunde war den Frauen - und möglicherweise auch Bürgermeister Georg Beckmann und Pfarrer Stefan Scho als den einzigen anwesenden Exemplaren des anderen Geschlechts - klar: Die Männer können ja nichts dafür: Woher soll der tumbe Vitus denn auch wissen, dass die fünf Bücher Mose von Mose und nicht von Schiller stammen. Wie so häufig im wahren Leben auch ist da zum Schluss die Mama, die dem kleinen Bengel mit Schinken und Eiern für den Pastor aus der Patsche hilft. Und letztendlich geht ja auch alles immer gut aus - ob bei der Meldung auf dem Polizeirevier, wo ein rotes Nachthemd für Verwirrung sorgt, oder beim Ochsenkauf, wo der Klüngelkamp mal so richtig auf die Nase fällt.

In monatelanger Feinarbeit haben die Frauen an den acht Sketchen gefeilt. Manche Urgesteine wie Petra Rathmer (seit 15 Jahren dabei) oder Hildegard Bomkamp (20 Jahre auf der kfd-Bühne) vermochten da bestimmt, dem Neuankömmling Irmgard Brinkmann unter die Arme zu greifen. Eines jedenfalls ist sicher: Auch im nächsten Jahr heißt es wieder: "Full plaisir". kh

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