Surfer dürfen nicht aufs Wasser

Phoenix-See

Der Yachtclub setzt die Segel und die Tretbootfahrer können sich auch schon mal warmlaufen. Nur für eine Spezies herrscht selbst bei Sturm am Phoenix-See absolute Flaute: Surfer müssen draußen bleiben. Denn die belasten die Wasserqualität.

HÖRDE

von Von Peter Bandermann

, 18.01.2011, 14:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

So geraten unerwünschte Keime in den See, was die von der Emschergenossenschaft kontrollierte Wasserqualität beeinflussen kann. Das Surfer-Verbot und andere Gebote soll eine See-Satzung regeln, über die der Rat noch in diesem Jahr entscheiden muss. Denn die Wassersportler sollen bereits im Herbst auf dem 1,2 Kilometer langen See rudern, Tret- und Drachenboot fahren oder segeln können. Wer dort wie oft segeln darf, steht ebenfalls in dem Regelwerk. "Ob das Tages- oder Saisonkarten sind, steht noch nicht fest", so Dr. Christian Falk. Auch die Zahl der Segler, die den See zeitgleich nutzen dürfen, ist noch nicht bestimmt worden.

Wie berichtet, baut die See-Entwicklungsgesellschaft voraussichtlich April oder Mai die Bauzäune ab. Dann können Spaziergänger acht Jahre nach der Demontage des Stahlwerks durch die Shagang Steel Company in China das Freizeitareal erkunden. Bis dahin muss auch die Infrastruktur für den Betrieb in Hörde am See stehen. Dazu gehören auch See- und Freizeit-typische Sicherheitseinrichtungen wie eine Rettungsstation. Denn wo Wassersportler aktiv sind, müssen schnell auch die Retter herbei eilen können. Diese Aufgabe soll die DLRG übernehmen.

Eindrucksvoll konnte die schottische Sängerin Amy McDonald bei einem Konzert auf der Bühne von Radio 91.2 Ende September 2010 vorführen, wie schön ein Konzert am See sein kann. Davon soll es mehr geben; die Stadt tritt auf der Kulturinsel, auf der der Thomas-Konverter steht, als Veranstalter auf. Mitarbeiter der Stadt werden am See dauerhaft ein Büro beziehen. Nur für Surfer gilt: "Wir müssen draußen bleiben."