SV Brackel sucht Spender für eigene Umkleideräume

Anbau geplant

Der SV Brackel benötigt dringend eigene Umkleideräume. Dafür plant der Verein einen Anbau mit vier Kabinen. Doch die Kosten sind so hoch, dass der Sportverein sie auf keinen Fall alleine stemmen kann.

BRACKEL

von Von Christian Stein

, 23.05.2012, 15:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Pläne für die neuen Kabinen des SV Brackel liegen bereits vor (v.l.): Ralf Glanert (stellvertretender Geschäftsführer), Bernd Rollik (Platzwart) und Gerd Wirminghaus (Pressesprecher) hoffen nun, genügend Geld zusammen zu bekommen.

Die Pläne für die neuen Kabinen des SV Brackel liegen bereits vor (v.l.): Ralf Glanert (stellvertretender Geschäftsführer), Bernd Rollik (Platzwart) und Gerd Wirminghaus (Pressesprecher) hoffen nun, genügend Geld zusammen zu bekommen.

Seit der Einweihung des schmucken Kunstrasenplatzes vor zwei Jahren ist die Zahl der Mitglieder des SV Brackel 06 explodiert. 24 Mannschaften zählt der Verein aus dem Dortmunder Osten mittlerweile. Trotz idealer Bedingungen plagen die Clubführung große Sorgen: Es fehlen weiterhin Kabinen.

Schon immer mussten sich die Fußballer aus Brackel in der benachbarten Turnhalle der Erich-Kästner-Grundschule umziehen. Zwei Kabinen stehen den Sportlern dort zur Verfügung. Mit der stetig wachsenden Zahl an Mitgliedern wird der Hilferuf des SV Brackel nach eigenen Kabinen immer lauter. „Wenn sich bald nichts ändert und wir keine eigenen Räumlichkeiten bekommen, müssen wir uns Gedanken über die Zukunft unserer Frauenfußball-Abteilung machen“, betont Olaf Schäfer, erster Vorsitzender von Brackel 06.

 Das Hauptproblem ist nämlich Folgendes: Unter den 24 Mannschaften sind drei Mädchen- und ein Damen-Team. „Auf Jahre gesehen wird es schlicht unmöglich, beim Umziehen die Geschlechtertrennung einzuhalten. Und das wollen wir unbedingt vermeiden“, sagt Olaf Schäfer. Der SV Brackel will verhindern, dass sich Männer und Frauen in einer Kabine umziehen müssen. Schäfer: „Ohne eigene Kabinen ist das bei der aktuellen Entwicklung unserer Mitgliederzahlen nicht möglich.“  

 Der Verein hat bereits von einer Baufirma Pläne aufstellen lassen. Der Kostenvoranschlag für den 22 Meter langen und 8,5 Meter breiten Anbau mit vier Umkleidekabinen sieht die hohen Kosten von 480.000 Euro vor – eine Summe, die Brackel 06 nie alleine stemmen könnte. Deshalb rühren die Vorstandsmitglieder derzeit kräftig die Werbetrommel.„Von den Sport- und Freizeitbetrieben wurde uns bereits für 2013 Bereitschaft signalisiert“, verrät Olaf Schäfer, der in dieser Woche einen Antrag über Fördermittel bei der Bezirksvertretung Brackel eingereicht hat. Außerdem baut der Verein auf Einzelhändler und Unternehmer im Stadtteil. „Wir müssen 240.000 Euro selbst berappeln. Schaffen wir das nicht, brauchen wir gar nicht weiter zu planen“, sagt der Clubchef. 

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