Täglich melden Bürger Mängel an die Stadt

Online-Bürgerservice

Eben schnell der Stadt mitteilen, dass in der Straße vor der Haustür ein Schlagloch ist oder die Straßenlaterne ausgefallen ist – mit dem Mängelmelder ist das möglich. Seit einem Jahr haben Bochums Bürger die Möglichkeit, diesen zu nutzen. Zeit für eine erste Bilanz.

BOCHUM

, 03.08.2015, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Täglich melden Bürger Mängel an die Stadt

9000 Schlaglöcher wie dieses auf der Oskar-Hoffmann-Straße füllte die Stadt in diesem Winter.

Rund 3100 Mängel hat die Stadt registriert, seitdem der Melder im Juli 2014 an den Start gegangen ist. „Am ersten Tag hatten wir gleich den Spitzenwert mit 71 gemeldeten Mängeln“, sagt Lutz Leitmann, stellvertretende Leiter des Presse- und Informationsamtes. „Darunter waren natürlich auch noch viele Meldungen im Zusammenhang mit dem Sturm Ela“, sagt er.

Seitdem habe sich der Wert bei sechs bis acht Meldungen pro Tag eingependelt. 70 Prozent der Meldungen tragen die Bürger ganz normal über das Internet ein. „Die übrigen 30 Prozent werden uns inzwischen über die Mängelmelder-App gemeldet“ – und landen dann zum Beispiel beim Technischen Betrieb.

„Bei uns hat er sich fest etabliert“, sagt Gerd Werdelmann, Leiter des Technischen Betriebes: „Wir sind nicht mehr so abhängig von Kontrollfahrten“, sagt er und sieht auch die dezentrale Struktur als einen Vorteil des Systems. Denn im Internet können die Bürger in einem Menü 28 verschiedene Mängelkategorien auswählen – und je nachdem, was es ist, wird die Meldung gleich an die richtige Stelle weitergeleitet.

Direkt an Verantwortliche

So landen Meldungen über Müll in Grünanlagen beim USB und die über Schlaglöcher eben bei den Technischen Diensten. „Dadurch sind wir schneller an den Stellen, wo die Schäden sind“, sagt Werdelmann, der den Mängelmelder als eine „sehr positive Einrichtung“ bezeichnet. Doch nicht immer werden die Technischen Betriebe auch wirklich tätig: „Es um verkehrsgefährdende Schäden. Manche Menschen meinen jedoch, dass man den Mängelmelder auch für Verschönerungen nutzen könnte“, so der Leiter der städtischen Einrichtung – trotzdem rückt der Technische Betrieb bei jedem gemeldeten Mangel aus und überprüft vor Ort die Situation. „Bei Überwuchs an Gehwegen können wir oft nichts machen, weil die Hauseigentümer in der Verantwortung sind“, sagt er.

Dann jedoch werde das intern in der Stadtverwaltung weitergeleitet und der Kontakt zum jeweiligen Hausbesitzer gesucht. Seit seiner Einführung hat die Stadt ihren Mängelmelder bereits um einige Kategorien erweitert – und zugleich eine gestrichen, wie Lutz Leitmann sagt: „Rausgefallen sind die Falschparker, weil dort auch viele gemeldet wurden, die nicht ordnungswidrig parkten, von denen sich aber Menschen gestört fühlten.“

Wer einen Mangel meldet, der sollte ihn beschreiben und die genauen Ortsangaben mitteilen. Ihre Kontaktdaten können Bürger freiwillig hinterlassen. Sie bekommen jedoch auch nur so eine Rückmeldung. Zusätzlich können auch bis zu drei Bilder mitgeschickt werden. Der Mängelmelder im Internet: www.bochum.de/maengelmelder

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