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Tag der Architektur bot spannende Einblicke

Bochumer Bauwerke

Ein Schlafzimmer, das früher mal ein Kaninchenstall war? Das und mehr gab es am Wochenende beim bundesweiten Tag der Architektur zu bestaunen. Zahlreiche Gebäude öffneten dafür ihre Pforten.„Kommen Sie ruhig rein“, hieß es daher am Samstag und Sonntag (28./29. Juni) vielerorts in unserer Stadt.

BOCHUM

, 29.06.2014 / Lesedauer: 2 min

Der Tag der Architektur bot spannende Einblick in Bochumer Bauwerke. So begrüßten Angela und Rüdiger Schattenberg die Architekturinteressierten in ihrem Einfamilienhaus in Werne. Das Besondere hierbei war, dass das Haus im letzten Jahr einen ganz speziellen Anbau bekam. Erbaut 1932, gehörte zu dem Grundstück auch ein Stall. Der Großvater von Rüdiger Schattenberg hatte hier Kaninchen gezüchtet und Tauben gehalten. Später diente der umgebaute Stall als Büro. Doch im Winter sei dieser Bereich oft nicht genutzt worden, erzählt Schattenberg. „Das war toter Raum.“ Heute ist davon nichts mehr zu sehen. Zwischen Haus und „Stall“ steht nun ein moderner Verbindungsbau. Ein Wohnzimmer mit großer Fensterfront. Jetzt ist es möglich vom Haupthaus über den Neubau in das alte Büro zu gelangen.Umbauprozess von 20 Jahren Eine etwas andere Art des Neubaus gab es in Wattenscheid zu besichtigen. Die Hausarztpraxis Leithe verfügt über ein feststehendes Gebäude, das nicht mehr erweiterbar ist. Innerhalb des Gebäudes hat Architekt Mark Altgassen in 20 Jahren schrittweise mehr Platz geschaffen. Seine Frau Gudrun arbeitet als Ärztin in der Praxis, die ihr Vater in den 70er-Jahren erbaut hatte. Der Umbauprozess begann, als der Architekt 1994 das Kellergeschoss an die Praxis angliederte und nach und nach mehr Räume umgestaltete.Inneneinrichtung komplett überarbeitet „Wir haben innerhalb der alten Konturen immer neue Räume erobert“, erzählte Altgassen. Auch die Inneneinrichtung hat er komplett überarbeitet. Die Patientenliegen sind nicht bloß Pritschen, sondern Möbelstücke mit integrierten Schubladen für Mülleimer. Geräte wie das EKG verschwinden im Wandschrank. Stolz ist Altgassen auch auf die Bilderserie, die die Wände der Praxis ziert und sich durch alle Räume zieht. Man sieht fröhliche Menschen. „Sie finden nirgendwo auf den Bildern eine aufgeschnittene Arterie mit Kalkresten“, sagte Altgassen. Das gehöre ins Medizinstudium und nicht in eine Praxis.