Tannenbaum tanzt Bossa Nova Götz Alsmanns Winterwunderwelt

Konzerthaus Dortmund

Neun Jahre ist es her, dass Götz Alsmann mit der WDR-Big-Band in eine swingende "Winterwunderwelt" eingetaucht ist. Die CD ist die meistverkaufte des Münsterschen Entertainers. Jetzt gibt es eine Neuauflage. Die Weltpremiere von "Winterwunderland 2" feierte der 58-jährige Jazzmusiker am Dienstag in seinem "Lieblingskonzerthaus", dem Konzerthaus Dortmund.

DORTMUND

, 16.12.2015, 13:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tannenbaum tanzt Bossa Nova Götz Alsmanns Winterwunderwelt

Geschneit hat es nicht im Konzerthaus in Götz Alsmanns „Winterwunderwelt“.

Wenn man dem quirligen Entertainer das Klavier wegnimmt (am Flügel saß Frank Chastenier), wird Alsmann noch mehr als in seinen anderen Programmen zum Aufzieh-Nikolaus, der wie Schneeflöckchen über die Bühne wirbelt, schnippt, klatscht, erzählt und natürlich wunderbar singt. So viel Adrenalin, wie in diesem Mann steckt, konnte auch die Big-Band nicht wegswingen.

Traditionelle deutsche Weihnachtslieder - von "O Tannenbaum" bis "Morgen, Kinder wird's was geben" (mit einem großartigen Klaviersolo von Frank Chastenier) - hat Ansgar Striepens für seine klassische, 18-köpfige Big-Band arrangiert. Und dazu Schlager wie Vico Torrianis "Zwei Spuren im Schnee" und amerikanische Songs wie den "Christmas"-Blues von Dean Martin, mit Götz Alsmann am Akkordeon.

Neue Interpretationen

Völlig neu hört man die Lieder (mit allen Textstrophen!) - "O Tannenbaum" als Bossa nova oder "Fröhliche Weihnacht überall", ein mit lockerem Hüftschwung gesungener Shuffle. Nur zu "O Du fröhliche" passte der flotte Swing nicht ganz so gut.

Auch auf eine Winterwunderweltreise nach Hawaii und Kanada nahm Alsmann das Publikum mit. Und keiner kann so schön "Merry Christmas" näseln wie er. Das ist ein Programm, das neun Jahre genauso locker übersteht wie sein Vorgänger.