Tanz kehrt zurück in die Zeche 1

Renegade zieht um

Für Anselm Weber war es eine historische Chance. Die Zeche 1, bislang Proben- und Spielort der Schauspielschule, wird zur einer Plattform für Urbane Kunst und Tanz. Renegade erhält hier ein festes Domizil. Der Tanz wird in Bochum wieder eine Heimat bekommen.

BOCHUM

von Von Ronny von Wangenheim

, 15.11.2013, 07:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zekai Fenerci, Leiter von Pottporus/Renegade.

Zekai Fenerci, Leiter von Pottporus/Renegade.

Das Schauspielhaus wird auch weiter Aufführungsort bleiben. Außerdem wird Renegade die Zeche 1 als Produktions- und Spielstätte bespielen. Dazu gehören auch Werkstätten, in denen sich junge Choreographen und Tänzer ausprobieren können. „So eine Keimzelle kann ganz anders wirken“, sagte gestern Zekai Fenerci, Leiter von Pottporus/Renegade. Renegade versteht sich als Netzwerk. Das wird in der Zeche 1 noch ausgeweitet. Die Ruhr-Universität mit den Theater- und Sportwissenschaftlern und die Zukunftsakademie nennt Anselm Weber als künftige Partner. Auch das Junge Schauspielhaus wird hier arbeiten können.

Möglich wird die neue Plattform, weil der Schauspiel-Studiengang der Folkwang Universität der Künste im Mai in den Thürmer-Saal einzieht und die Halle an der Prinz-Regent-Straße abgibt. Offizieller Mieter ist die Kulturverwaltung. Nach der Besichtigung der Zeche 1, in der immer noch der für Reinhild Hoffmann ausgelegte Tanzboden liegt, rief Kulturdezernent Michael Townsend Anselm Weber an. Der überlegte eineinhalb Sekunden, bevor er Renegade ins Spiel brachte. Für den Intendanten ist Zeche 1 der letzte Baustein in einer Gesamtentwicklung seines Hauses, die dazu geführt hat, dass das Stadttheater tief in der Stadt und ihrer Gesellschaft verankert ist.