Tanz- und Theaterprojekt sucht das Glück

Im Parkhaus

Auf den ersten Blick ist das Parkhaus P8 im Bermudadreieck kein Ort des Glücks. Doch Martina van Boxen, die Leiterin des Jungen Schauspielhauses, verliebte sich in seinen Anblick kurz nach der Renovierung – in die große, freie, unschuldig weiße Fläche. Deshalb wird das P8 am Sonntag (26.) Ort für die „Bochumer Glückssuche“.

BOCHUM

von Von Max Florian Kühlem

, 22.05.2013, 17:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bochumer Glückssuche spielt im Parkhaus P8.

Die Bochumer Glückssuche spielt im Parkhaus P8.

20 Teilnehmer sind es nun geworden, zwischen 15 und 69 Jahre alt. Viele von sind keine Stammgäste von Schauspielhaus-Projekten, sondern wirken zum ersten Mal mit. Und mitwirken heißt in diesem Fall: Sie üben nicht nur vorgefertigten Text und Tanzchoreographien ein. „Wir haben die Teilnehmer auch in die Stadt geschickt, um Anekdoten zum Thema Glück zu sammeln“, sagt Martina van Boxen. „Sie werden nicht inszeniert, sondern sind Teil einer Collage.“ Zu dieser Collage gehören die Texte, die die Teilnehmer gesammelt haben, genauso wie ihre eigene Glücksvorstellungen und die Texte des Dramaturgen Tobias Diekmann. Diekmann hat einen „Glückschor“ gebastelt aus den Ergebnissen einen Fragebogens, den er unter anderem in Sozialen Netzwerken an Bochumer Bürger verteilte.

Die Fragen kreisten um die Begriffe „Glück“, „Ort“ und „Leben“ und bilden ein assoziatives Geflecht, einen sprachlichen Querschnitt durch alle Bevölkerungsgruppen der Stadt. Spannend wird bei der Premiere am Sonntag, 26. Mai, um 17.30 Uhr sicher, wie sich das Publikum verhält. Es gibt im vierten Stockwerk des Parkhauses keine Zuschauer-Tribüne oder einen zugewiesenen Platz. Man darf sich frei bewegen, um die beste Sicht auf der Geschehen zu erlangen.