Tatort Jazz Festival abgesagt

Bochumer Ruhr.2010-Projekt

BOCHUM Vergeblich hat Milli Häuser auf eine Reaktion aus der Bochumer Ruhr.2010-Stabsstelle gewartet. Konsequenz: Sie hat jetzt das Tatort Jazz Festival abgesagt.

von von Ronny von Wangenheim

, 05.03.2010, 18:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Festival, ursprünglich eines der Bochumer Projekte für die Kulturhauptstadt, sollte im Juni in der Freilichtbühne Wattenscheid stattfinden."Ich muss rechtzeitig planen", begründet Milli Häuser. Doch aus dem Rathaus kam weder eine Zu- noch eine Absage auf ihre schriftliche Anfrage. Milli Häuser ist enttäuscht: "So wird der Prophet im eigenen Land behandelt."

Das Festival, ursprünglich eines der Bochumer Projekte für die Kulturhauptstadt, sollte im Juni in der Freilichtbühne Wattenscheid stattfinden."Ich muss rechtzeitig planen", begründet Milli Häuser. Doch aus dem Rathaus kam weder eine Zu- noch eine Absage auf ihre schriftliche Anfrage. Milli Häuser ist enttäuscht: "So wird der Prophet im eigenen Land behandelt."

Bereits 2008 hatte sie der Stadt ihre Pläne für zwei Jazzfestivals vorgestellt und dafür Zuschüsse beantragt. Ein Auftakt im Sommer 2009, wie er auch über die Bühne der Freilichtbühne Wattenscheid ging, und dann ein Festival 2010. Hier sollten die Kräfte der Jazzszene des Ruhrgebiets gebündelt werden, dazu ein Top Act aus dem Ausland. Daraus wird jetzt nichts.

"Tatort Jazz on Tour" wird aber wieder beim Musiksommer dabei sein. Neben kleineren Bandformationen wie zum Beispiel mit Silvia Droste wird sich hier das 16-köpfige "Tatort Jazz Orchester" mit Milli Häuser und Ron Williams als Gaststar den Bochumern präsentieren.

Darüber hinaus setzt die Bochumer Musikerin mit viel Engagement ihre höchst erfolgreiche Reihe Tatort Jazz im Kulturhaus Thealozzi fort. Noch. Für März und April stehen Auftritte fest. Danach wird Milli Häuser entscheiden, ob es weiter geht. "Wir haben richtig berühmte Leute zu Gast. Das wird hier gar nicht gesehen", zeigt sich Milli Häuser enttäuscht über die mangelnde Unterstützung. Das gilt übrigens nicht für das Publikum. Beim letzten Konzert saßen Zuhörer sogar noch im Flur.

Am Mittwoch (10.) ist die Sängerin Anke Jochmaring zu Gast, die am Klavier von Marc Brenken begleitet wird. Zu hören ist "How deep is the Ocean". Milli Häuser sagt: "Sinnlich, leidenschaftlich, vorwärts treibend - so könnte man die Musik beschreiben. Eine wandlungsfähige Stimme, die mal zart, mal fordernd auf einfühlsames, swingendes Klavierspiel trifft und so den Zuhörer in ihren Bann zieht. Improvisation und Kommunikation stehen im Mittelpunkt."

Tatort: Kulturhaus Thealozzi, Pestalozzistraße 21, Platzreservierungen unter Tel. (0234) 175 90.