Tatort muss nach Bochum

Fernseh-Krimi

Sonntag, 20.15 Uhr: Tatort. Ein Toter wird gefunden. Der Kommissar ermittelt. In den Katakomben der Jahrhunderthalle. Am Kemnader See, in der Ruhr-Uni oder in der Zechensiedlung Dahlhauser Heide. So wollen es die Bochumer.

BOCHUM

von Von Ronny von Wangenheim

, 08.01.2011 / Lesedauer: 2 min
Tatort muss nach Bochum

Hätten Sie diese Augen erkannt? Es sind die Augen von Armin Rohde. Der Bochumer könnte Tatort-Kommissar werden.

„Bochum als Theaterstadt muss Tatort-Stadt werden“, sagt Kulturdezernent Michael Townsend. Auch einen Lieblingskommissar hat er. „Armin Rohde – das wäre einfach phantastisch“, schwärmt er für den in Bochum lebenden Schauspieler. Aber auch Peter Lohmeyer würde er gerne als Kommissar in Bochums Stadtmauern ermitteln lassen. Andere würden gern Ralf Richter mal in einer für ihn ungewohnt ehrenwerten Rolle sehen – so richtig schön gegen den Strich gebürstet. Eins scheint allen klar. Der Kommissar muss aus dem Ruhrgebiet kommen. Nichts Schlimmeres als ein nach gemachter Dialekt.  „So ein kleiner Mord im Westpark“, würde Townsend gut gefallen. Das Wiesental als Schauplatz, da könnte er praktisch von zu Hause aus die Dreharbeiten beobachten. „Eifersuchtsdrama im Schauspielhaus“ – auch das eine spontane Idee.

Nicht nur, dass Bochum jede nur denkbare Kulisse bieten kann. Gäbe es die Bochumer Schauspielschule nicht, wäre die Tatort- und Krimilandschaft wesentlich ärmer. Allein vier Tatort-Kommissare haben hier gelernt. Genauso Schauspieler wie Stefan Jürgens, Andreas Pitschmann oder Manfred Zapatka, die im Fernsehen in Sokos, GSG 9 oder Kriminaldauerdienst das Böse bekämpft haben. Und Michael Kessler hat in Switch reloaded bewiesen, dass er jede Rolle spielen kann. Gelernt hat er es – in Bochum.