Tausende Kinderporno-Angebote gelöscht

Ministeriumsbericht

Tausende Kinderporno-Angebote aus dem In- und Ausland sind nach Hinweisen beim Bundeskriminalamt (BKA) gelöscht worden. Das geht aus einem Bericht von Bundesinnenministerium und Bundesjustizministerium hervor, der am morgigen Mittwoch vom Bundeskabinett beraten werden soll und unserer Berliner Redaktion vorliegt.

BERLIN

von Von Rasmus Buchsteiner

, 24.02.2014, 15:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kriminalbeamter vor einem Computerschirm mit Kinderpornos (Archivfoto)

Kriminalbeamter vor einem Computerschirm mit Kinderpornos (Archivfoto)

Nach spätestens zwei Wochen seien die Angebote zu 100 Prozent entfernt gewesen. Bei ausländischen Angeboten lag die Löschquote binnen einer Woche bei 73 Prozent, nach vier Wochen bei 97 Prozent. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit vom Eingang des Hinweises beim BKA bis zur Löschung durch den Provider habe 1,26 Tage betragen. Hintergrund des Berichts ist die Entscheidung der schwarz-gelben Vorgängerregierung, beim Kampf gegen Kinderpornografie im Netz auf das Löschen der Angebote und nicht auf Sperrung der Seiten zu setzen.

Nach Einschätzung der Bundesregierung hat sich das Prinzip bewährt: „Die hohen Löschquoten und die relativ kurzen Bearbeitungszeiten sind ein Beleg dafür, dass das Konzept ‚Löschen statt Sperren’ insgesamt wirkungsvoll ist.“ Besonders CDU und CSU hatten sich lange für Internet-Sperren gegen Kinderpornographie ausgesprochen.