Technologiecampus auf dem Opel-Gelände geplant

Wettbewerb

Ein Bonner Architekturbüro hat den von der Stadt Bochum ausgeschriebenen Wettbewerb zur Neugestaltung des Opel-Geländes gewonnen. Ihr Vorschlag: Ein Technologiecampus und eine gute Anbindung an den angrenzenden Stadtteil Laer sollen das Gelände wieder beleben.

BOCHUM

05.09.2015, 12:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Technologiecampus auf dem Opel-Gelände geplant

Auf dem Gelände des ehemaligen Opelwerks plant DHL ein Paketzentrum.

„Gradlinig und ruhig“, „dynamischer Stadtraum“, „klares Zentrum“ - das sind nur einige der Schlagworte, mit denen das Bonner Architekturbüro „skt Umbaukultur“ die Juroren des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs für die Wittener-Straße entlang des Opel-Werks überzeugt hat. Der Entwurf „Technologiecampus Wittener Straße“ sieht eine stimmige Verbindung zwischen der Entwicklung der Opel-Fläche und der Anbindung an den Stadtteil Laer vor

Die Arbeit zeugt von einem ausgeprägten Feingefühl für die Laerer Seite“, findet auch Stadtplaner Prof. Kunibert Wachten. Der Entwurf löst das ewige Problem des Stadtteils - denn dieser ist durch die Wittener Straße weitestgehend abgeschlossen. Für Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz steht fest, dass eine solche Planung, „ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung der Fläche in Laer“ sein könnte. Scholz saß neben einigen renommierten Architekten und Stadtplanern selbst in der Jury.

Gestaltung

Von der Wittener Straße aus soll das Gelände des ehemaligen Opel-Werks dann durch einen Kreisverkehr erreichbar sein. Dieser soll etwa auf der Höhe des ansässigen Schnellrestaurants entstehen. Von dort aus sehen die Entwürfe vor, die Gebäude des entstehenden Technologiequartiers über Plätze und Straßen zu erschließen. Der Bereich, auf dem sich der ehemalige Opel-Parkplatz befand, soll im Zuge des Umbaus renaturiert werden. Dass es nicht einfach ist, eine so große Fläche wie das Gelände des Opel-Werks neu zu beleben und darüber hinaus an einen existenten Stadtteil anzuschließen weiß auch Enno Fuchs, Geschäftsführer der Bochum Perspektive 2022: „Das Gelände des Opel-Werks ist eine eigene Welt. Und die wollen wir nach außen öffnen.“

Viele Vorschläge

Der Wettbewerb, der im Frühjahr 2015 ausgelobt worden war, hatte großen Anklang gefunden. Zehn Büros reichten ihre Arbeiten ein, die allesamt zeigten, wie es mit dem rund 38 Hektar großen Gebiet weitergehen sollte. Neben den Gewinnern aus Bonn, die den mit 25.600 Euro dotierten ersten Preis erhielten, reichte auch das Büro „Reicher Haase“ einen überzeugenden Vorschlag ein und belegte somit den zweiten Platz.

Dass die Vorschläge direkt in die Tat umgesetzt werden, ist aber eher unwahrscheinlich. Zunächst sollen die beiden Preisträger nun an den Entwürfen weiterarbeiten und die Pläne vertiefen und konkretisieren.

Daher sei der Zeitraum einer möglichen Realisierung noch nicht festzulegen. So lässt auch Eckard Kröck, Leiter des Stadtplanungs- und Bauordnungamtes verlauten: „Es braucht niemand Sorge haben, dass morgen schon so gebaut wird.“

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