Tennis-Landeschef kritisiert Kohlschreiber-Rauswurf

Der bayerische Tennis-Verbandspräsident Helmut Schmidbauer hat die Entscheidung von Bundestrainer Carsten Arriens kritisiert, Philipp Kohlschreiber aus dem Davis-Cup-Team zu werfen.

Berlin (dpa)

14.04.2014, 16:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Philipp Kohlschreiber wurde aus dem Davis-Cup-Team geworfen. Foto: Sebastien Nogier

Philipp Kohlschreiber wurde aus dem Davis-Cup-Team geworfen. Foto: Sebastien Nogier

«Ich bin der Meinung, dass man als Deutscher Tennis Bund mit aller Macht in der Davis-Cup-Weltgruppe bleiben muss, und das geht nur mit den besten Spielern. Ich halte es daher für problematisch, auf die deutsche Nummer 2 zu verzichten», sagte Schmidbauer am Montag auf der Internetseite des Bayerischen Tennisverbandes.

Es sei dem DTB «nicht geholfen, mit lauter «jungen, netten, sympathischen» Spielern ständig um den Abstieg zu spielen. Damit tut man dem Tennissport in Deutschland keinen Gefallen», sagte der einflussreiche Landeschef, der bis zur nächsten deutschen Davis-Cup-Partie Anfang 2015 noch auf «eine Annäherung» hofft.

Zu dem unmittelbar vor dem Viertelfinale in Frankreich (2:3) via Zeitungsinterview angekündigten Abgang von DTB-Präsident Karl-Georg Altenburg äußerte Schmidbauer Unverständnis: «Zunächst fand ich den Zeitpunkt und die Art der Bekanntgabe unglücklich gewählt.» Schmidbauer galt bereits in der Vergangenheit und gilt auch jetzt wieder als möglicher Kandidat für das höchste Amt im DTB. Favorisiert wird nach dpa-Informationen in jedem Fall eine verbandsinterne Lösung mit einem jetzigen Landespräsidenten als künftigem DTB-Chef.

Interview Schmidbauer auf BTV-Homepage

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