Tennis-Tief: Neuer DTB-Chef sieht DFB als Vorbild

Die Erfolge des deutschen Fußballs sollen als Vorbild dienen, um Tennis in Deutschland wieder populärer zu machen.

Berlin (dpa)

27.11.2011, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Karl-Georg Altenburg will sich mit dem DTB am Fußball-Verband orientieren. Foto: Soeren Stache

Karl-Georg Altenburg will sich mit dem DTB am Fußball-Verband orientieren. Foto: Soeren Stache

Im Nachrichtenmagazin «Focus» sagte der neue Verbandschef Karl-Georg Altenburg, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe in den vergangenen Jahren eine exzellente Nachwuchsarbeit betrieben. «Auch die Integration von Migranten ist dort auf beeindruckende Weise gelungen. Daran möchten wir im DTB anknüpfen», sagte Altenburg. Der Investmentbanker war vor zwei Wochen als Nachfolger von Georg von Waldenfels zum Chef des Deutschen Tennis Bundes (DTB) gewählt worden.

Altenburg betonte, Tennis müsse sich dynamischer und moderner präsentieren, Zielgruppenansprache und Marketing des DTB müssten aggressiver werden. «Unser Verband muss den TV-Sendern und anderen Medien wieder deutlich machen, wie faszinierend das Produkt ist», sagte er. So war die inoffizielle WM aus London in Deutschland nur gegen Bezahlung im Internet zu sehen.

Altenburg will nach der Herabstufung des Hamburger Turniers durch die ATP das Verhältnis zur Herren-Profiorganisation trotz eines jahrelangen juristischen Streits wieder verbessern. Er hofft auch, dass Stars wie Rafael Nadal, Roger Federer und Novak Djokovic bald wieder öfter in Deutschland zu sehen sind.

Dem deutschen Tennis fehlten trotz der jüngsten Erfolge vor allem durch die Damen absolute Top-Stars wie einst Boris Becker, Steffi Graf oder Michael Stich, erklärte Altenburg. Becker hatte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa erklärt, dass er Altenburg und dessen Vizepräsident Carl-Uwe Steeb seine Hilfe angeboten hat.

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