Tenor startete eine Charme-Offensive zum Festival-Finale

Klangvokal

Mit einem Feuerwerk von Operetten- und Musical-Hits ist das achte Festival "Klangvokal" gestern im Konzerthaus Dortmund zu Ende gegangen. Friedrich Haider dirigierte die Neue Philharmonie Westfalen im Programm "Von Wien nach New York", das perfekt zum Sonntagnachmittag passte.

12.06.2016, 18:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tenor startete eine Charme-Offensive zum Festival-Finale

Friedrich Haider dirigierte die Neue Philharmonie Westfalen.

Die Reise begann mit einem Abstecher nach Italien, zu Rossinis "Semiramide". Schon da staunte man über die große Stimme von Sopranistin Elsa Dreisig, die 2017 Ensemblemitglied der Staatsoper Berlin wird. Mit der erst 25-Jährigen wächst ein vielversprechender Verdi-Sopran heran. Aber sie kann auch anders: Zauberhaft lyrisch und sanft sang sie das Vilja-Lied.

Vollblut-Opernsänger

Kein Wunder, dass Tenor Lucian Krasznec, noch Ensemblemitglied der Oper Dortmund und ab Herbst am Gärtnerplatz-Theater München, eine Charme-Offensive startete. "Freunde, das Leben ist lebenswert" schmetterte er mit starkem Tenor über den da noch sehr lauten Orchesterklang hinweg, und wenn einer so temperamentvoll zum Tanz bittet wie Krasznec in Rossinis "La Danza" kann man kaum widerstehen.

Ein Vollblut-Opernsänger ist dieser Tenor, den Dortmund ungern ziehen lässt: Er spielt in seiner Rolle und mit dem Publikum - in der "Dein ist mein ganzes Herz"-Zugabe auch mit einer Besucherin in der ersten Reihe. Vielseitig präsentierten sich beide Sänger und hatten für die Musical-Hits von Bernstein und Webber ("Phantom der Oper" als Zugabe) auch die passenden Farben in den Stimmen. Dieses Finale hat viel Spaß gemacht.

Auslastung

Klangvokal hat mit 9500 Besuchern in 23 Konzerten (mit dem Fest der Chöre waren es 59500) und einer Auslastung von 85 Prozent an die Erfolge der Vorjahre angeknüpft.

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