Teufelskälte

Gard Sveen

Winter 1988: Ein junges Mädchen wird im Wald bei Oslo gefunden. Kristiane ist bestialisch ermordet worden. Wie fünf andere Mädchen auch. Dafür kommt ihr Lehrer Anders Rask als Mörder in die geschlossene Psychiatrie.

01.08.2017, 09:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

So beginnt Gard Sveens neuer Krimi „Teufelskälte“. Ermittler Tommy Bergmann ist noch ein junger Polizist, der nun mit seinem Kollegen den Eltern der toten Kristiane die schreckliche Nachricht überbringen muss.

Viele Jahre später erschüttert ein anderer Mord an einem unbekannten Mädchen in Oslo die Öffentlichkeit. Bergmann ist selbst in Therapie, weil er seine Lebensgefährtin geschlagen hat. Die Therapie ist – das hat sein Chef ihm deutlich klar gemacht – seine letzte Chance, sonst kann er seinen Polizeiberuf vergessen.

Nun beschäftigt sich Bergmann wieder mit dem alten Mordfall von 1988. Denn die Parallelen zu dem Mord an dem Mädchen in einer schicken Wohngegend Oslos sind fast unglaublich. Und Bergmann fragt sich, ob es einen Nachahmer oder Bewunderer von Rask gibt. Und ob Rask gar nicht der Mörder von Kristiane war. Schließlich hat Rask nun auch noch die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt, leugnet plötzlich den Mord an dem Mädchen im Jahr 1988.

Auch der Leiter der Psychiatrie wird hellhörig und versucht, etwas auf eigene Faust heraus zu bekommen. Denn da war ein merkwürdiger Brief, den Rask bekommen hat und der möglicherweise von dem aktuellen Mörder stammt. Und da ist noch Kristianes Mutter, die mit dem Mord an ihrer Tochter bis heute nicht fertig geworden ist und möglicherweise mehr weiß, als sie zu sagen wagt.

Ein großartiger Krimi mit allem, was der Leser dieses Genres liebt – Spannung, ein eigenwilliger Ermittler mit menschlichen Schwächen und viel Geheimnisvolles drum herum. Gard Sveen ist einer der ganz Großen unter den neuen skandinavischen Krimi-Autoren.

Gard Sveen: Teufelskälte, 416 S., List, 14,99 Euro, ISBN 978-3-471-35149-9.