„The Boss Baby“ ist ein Hosenscheißer mit Aktentasche

Neu im Kino

Der neue Animationsfilm aus dem Hause Dreamworks ist eine bizarre Fantasie: Eine Fabrik produziert Babys und die, die nicht lachen, landen im Management. So wie Tims Bruder, der im Businessanzug, mit Krawatte und Aktentasche ins Haus spaziert und ein dunkles Geheimnis hat.

31.03.2017, 15:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
„The Boss Baby“ ist ein Hosenscheißer mit Aktentasche

Tim Templeton (l) und sein Bruder Boss Baby sind sich nicht grün.

Vorbei, die Zeit als Einzelkind. Der siebenjährige Tim erlebt, wie ein kleiner Bruder sein Leben auf den Kopf stellt. Mama und Papa haben nur Augen für den Hosenscheißer, Tim ist abgemeldet.

"The Boss Baby" ist ein Animationsfilm aus dem Hause Dreamworks, eine bizarre Fantasie: Da ist eine Fabrik, die Säuglinge am Fließband produziert. Die werden maschinell gepudert, in die Windel geschossen und gekitzelt. Wer kichert, kommt zu einer Familie. Wer nicht lacht, landet im ernsten Fach beim Management.

So wie Tims Bruder. Der stolziert im Businessanzug mit Krawatte und Aktentasche ins Haus. Für die Eltern guckt er aus der Wäsche, als könne er kein Wässerchen trüben. Tim aber kassiert böse Blicke von dem Teufelsbraten. Da ist etwas faul. Tim spioniert dem Mini-Manager nach und lernt: Der Junior-Chef (Foto) spricht und kommandiert eine Truppe von Baby-Agenten. Er will verhindern, dass neue Hundewelpen auf den Markt kommen. Die sind so süß, dass sie alle Liebe der Welt beanspruchen, bis für Kinder nichts übrig bleibt.

Abenteuerlicher Kokolores, der Purzelbäume in Serie schlägt. Der Film (Regie: Tom McGrath) gerät zur Slapstick-Lawine, die sich am eigenen Tempo berauscht. - Ein hektisches, unausgegorenes Ideenfeuerwerk, gespickt mit satirischen Anspielungen, die Sechsjährige nicht verstehen. Kindgerechtes Erzählen geht anders.