Theater der Elias-Gemeinde: Jesus als "Reporter"

DORSTFELD Was wäre eigentlich, wenn Jesus nach über 2000 Jahren wieder auferstehen würde, sich aber an nichts mehr erinnern kann? Mit dieser Frage beschäftigte sich die junge Schauspielgruppe „Seraphim Performance“ aus der Elias-Gemeinde Dorstfeld.

von Von Johanna Behrendt

, 02.11.2008, 14:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Theater der Elias-Gemeinde: Jesus als "Reporter"

Die Kneipenszene der ?Seraphim Performance?: ?Reporter? Jesus (l.) zecht mit Saufkumpanen die Nacht durch. Und erlebt eine Überraschung am Morgen.

Als der von Torsten Wiludda dargestellte Reporter schließlich erwacht, kann er plötzlich Wasser in Wein verwandeln, entdeckt Wunden an seinen Händen und spricht fließend Aramäisch. Daraufhin tauchen zwei schwarze Engel auf und erklären ihm, dass er in Wirklichkeit Jesus ist. Bei Gott seien schließlich „tausend Jahre wie ein Tag“, somit konnte Jesus nicht wie versprochen nach drei irdischen Tagen auferstehen, sondern in der Zeitrechnung Gottes erst nach fast dreitausend Jahren. Als auch der Schöpfer persönlich erscheint, kann sich der „Reporter“ Jesus wieder erinnern und ist böse auf seinen Gottvater, da dieser ihm kein Leben mit seiner Geliebten Maria von Magdala im Paradies gönnte, sondern ihn fast dreitausend Jahre lang schlafen ließ. Von Gott erfährt er auch, dass Maria nach seinem Tod ein Kind gebar. Mithilfe seines Freundes Frolic kann Jesus schließlich auch eine direkte Nachfahrin namens Johanna ausfindig machen.

In einer dramatischen Schlussszene, die von einer reißerischen Journalistin gefilmt wird, sterben Frolic und Johanna durch Charlotte, eine Ex-Freundin aus Jesus' Reporterleben, die in Wirklichkeit eine Gesandte Gottes ist. Doch Jesus kann die Toten wieder erwecken und schließlich sogar seinem Vater verzeihen. Mit den Worten „Ich bin bei euch alle Tage“ verlässt er die Bühne. Das letzte Wort hat Gott, der findet, dass sein Sohn diese Probe gut gemeistert hat.

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