Theatergruppe Phalanx pflegt die Pop-Kultur

He-Man und A-Team

Seit fünf Jahren mischen sie die Kulturszene des Musischen Zentrums der Ruhr-Universität ordentlich auf: Sie zeigen, dass sich ernst zu nehmende Kunst nicht zwingend auch selbst ernst nehmen muss. Die Theatergruppe Phalanx holt die Helden ihrer Kindheit auf die Bühne: He-Man statt Mephisto.

BOCHUM

07.04.2013, 10:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Phalanx hat keine Lust auf Altbewährtes. In ihren Stücken hadert kein Werther mit der unerfüllten Liebe - sondern Super Mario mit dem verstopften Abfluss.

Phalanx hat keine Lust auf Altbewährtes. In ihren Stücken hadert kein Werther mit der unerfüllten Liebe - sondern Super Mario mit dem verstopften Abfluss.

 Trotz ihres klar universitären Hintergrunds und den ausschließlich aus der Studenten- und Absolventenschaft rekrutierteten Schauspielern wehrt sich die Theatergruppe Phalanx gegen den elitären Künstlerdünkel: „Unser Anspruch ist, dass wir kein aufgesetztes, sondern ein authentisches Theater machen, das direkt und verständlich ist. Eins, das man auch ohne einen Master in Theaterwissenschaften verstehen kann“, erklärt Hertrich.  

 Bislang hielt sich das Theater Phalanx davon fern, Klassiker zu „covern“ und schrieb die Stücke stets selbst. Mehr als ein Jahr dauert es in der Regel von der ersten Idee bis zur Uraufführung. Was dabei rauskommt, beschreibt Hertrich ganz unbescheiden als „typisch Phalanx, das ist einfach geil. Ich fand unser Bond-Stück jedenfalls besser als den letzten Film.“ Ihre Stücke sollen vor allem eines: Spaß machen. Wenn sie den einen oder anderen auch zum Nachdenken bringen, stört das die betont unkonventionelle Theatertruppe aber auch nicht.