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Theatertexte aus multikulturellen Perspektiven

Autoren-Projekt gestartet

Sie sind zwischen 20 und 70 Jahre alt und haben ihre Wurzeln in Russland, Syrien, Nigeria, der Türkei, dem Iran und Irak. Die Neuauflage des bundesweiten Wettbewerbs "In Zukunft" für Autoren mit Migrationshintergrund ist am Wochenende mit einem Workshop im Maschinenhaus auf Zeche Carl in Essen gestartet.

ESSEN

von Von Britta Helmbold

, 19.01.2014 / Lesedauer: 2 min
Theatertexte aus multikulturellen Perspektiven

Maxi Obexer leitet wieder die Autoren-Workshops.

Veranstalter sind - wie beim ersten Projekt in der Spielzeit 2011/12 - das Westfälische Landestheater (WLT) in Castrop-Rauxel und der Essener Verein Exile Kulturkoordination. Gefördert wird die Theaterstücke-Entwicklung vom NRW-Kulturministerium.Workshops mit acht Schreibtalenten

Aus den 36 Bewerbern wurden acht Schreibtalente ausgewählt. Unter Anleitung von Maxi Obexer (Foto), Professorin für szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin, und WLT-Dramaturg Christian Scholze, der die Idee zu diesem Werkstattprojekt hatte, arbeiten sie an Theaterstücken aus multikulturellen Blickwinkeln. Bis November wird es noch acht weitere Workshops im Maschinenhaus und im WLT geben. Eine Jury wählt dann ein Stück aus, das im Frühjahr 2015 im WLT uraufgeführt wird.Innovationsschub und Sprungbrett

Das Ruhrgebiet sei ein naheliegender Ort für dieses Projekt, so Maxi Obexer: "Hier spielt sich die Diversität der Kulturen ab." Es gehe um einen Innovationsschub für das Theater, dazu sollen neue Stoffe und Formen entwickelt werden. Diese Vielfalt spiegle sich auch in der Auswahl wider, die vom Handlungsdrama über Performance bis hin zum Sprachstück reiche, erläutert Maxi Obexer, die auch die Sprungbrett-Funktion von Workshops für die weitere Förderung der Autoren betonte.

So wird am 31. Januar im WLT noch ein Stück aus dem ersten Wettbewerb uraufgeführt: "Call Shop" von Jubril Sulaimon aus Dortmund. Von den Autoren der zweiten Runde leben zwei in NRW - die Jüngste, Luna Ali, studiert in Bochum, Daniel Ableev in Bonn.