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Therapiezentrum für Autisten feiert Eröffnung

Besondere Betreuung

Für 15 Eltern von autistischen Kindern hat das Warten ein Ende. Im neuen Autismus-Therapiezentrum am Sonnenschein haben sie einen Platz für ihr Kind bekommen. Die Wartezeit liegt bisher bei bis zu zwei Jahren. Am Freitag wurde die Eröffnung gefeiert.

WITTEN

von Von Beatrice Haddenhorst

, 12.04.2013
Therapiezentrum für Autisten feiert Eröffnung

DRK-Geschäftsführer Thomas Voß (l.) geht davon aus, dass Dulce Costa, Catrin Ocken und Kerstin Mettig (v.r.) nicht die einzigen Therapeutinnen im Autismus-Zentrum bleiben werden.

Am Montag haben Leiterin Kerstin Mettig und ihre Kolleginnen Dulce Costa und Catrin Ocken die ersten Therapie-Termine. Träger der neuen Einrichtung, deren Einzugsbereich den EN-Kreis und umliegende Städte umfasst, ist das Deutsche Rote Kreuz in Witten. Geschäftsführer Thomas Voss kann sich vorstellen, dass das Therapiezentrum schnell wachsen wird: „Wir haben hier Platz für vier Vollzeitstellen und es können vier Therapien gleichzeitig laufen.“ Sozialpädagogin Kerstin Mettig und ihre Kolleginnen kommen zusammen erst einmal auf zwei Vollzeitstellen. Bis nach Dortmund, Wuppertal oder sogar Hamm, so weiß Kerstin Mettig, sind Wittener Eltern bisher gefahren, damit ihre autistischen Kinder, eine Therapie bekommen konnten.

„Im Schnitt werden pro Woche zwei Therapieeinheiten bewilligt. Manchmal zieht sich die Behandlung über einen langen Zeitraum“, erklärt Kerstin Mettig. Kinder ab drei Jahren, Jugendliche aber auch Erwachsene mit Autismus oder dem Asperger-Syndrom brauchen therapeutische Hilfe. Nicht nur im Therapiezentrum, auch zu Hause, im Kindergarten oder in der Schule wollen die Therapeutinnen mit den jungen Patienten arbeiten. „Es ist ganz wichtig, die Familie und das Umfeld einzubeziehen“, unterstreicht Kerstin Mette. Ziel der Therapie sei es, die Familien und die Autisten selbst zu befähigen, allein mit ihren besonderen Anforderungen zurecht zu kommen.