Thomas Eiskirch tritt Oberbürgermeisteramt an

Vereidigung

Am Mittwoch wurde der neue Oberbürgermeister Thomas Eiskirch im Rat der Stadt vereidigt. Mit seiner ersten Rede vor dem Rat bestärkte er seine Wahlversprechen und erhielt auch aus den Reihen der Opposition Anerkennung.

BOCHUM

, 22.10.2015, 18:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Thomas Eiskirch tritt Oberbürgermeisteramt an

Ratssitzung mit Vereidigung und Antrittsrede des Oberbürgermeisters Thomas Eiskirch am 21.10.2015. +++ Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Presseamt

Dass er sich vor den Herausforderungen der Zukunft nicht verstecken will, machte Thomas Eiskirch in seiner Antrittsrede als neuer Oberbürgermeister der Stadt sehr deutlich. Neben der Verbesserung der Arbeits- und Wohnsituation ging er auch auf die Themen Flüchtlinge und den städtischen Haushalt ein – und erhielt dafür auch Anerkennung aus der Opposition.

Keine Erhöhung der Grundsteuer, lautete eines der zentralen Wahlversprechen Eiskirchs. In der Antrittsrede, die er am Mittwoch vor dem Rat der Stadt hielt, bekräftigte er das noch einmal: „Der Haushalt 2016 wird ohne eine zusätzliche Grundsteuererhöhung auskommen.“ Damit liegt er zwar nicht ganz auf dem Kurs, den Kämmerer Manfred Busch vor Wochen in Aussicht stellte, doch er befände sich in engen Abstimmungen mit dem Kämmerer, so Eiskirch.

Attraktives Wohnen

Der Haushalt ist für den neuen Oberbürgermeister jedoch nicht die einzige Herausforderung der Zukunft. Auch die Schaffung attraktiven Wohnraums gehört für ihn mit dazu: „Das Thema Wohnen in der Stadt muss auf breiter Ebene eine neue Dynamik erhalten“, so Eiskirch. Bochum soll aus seiner Sicht zu einem Magneten werden. Dazu gehöre auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze – und deren Erhalt. So will Eiskirch sich als Oberbürgermeister dafür einsetzen, dass der Firmensitz der früheren Deutschen Annington, die inzwischen durch Fusion zur Vonovia geworden ist, weiterhin in Bochum bleibt. „Es wäre für unsere Stadt ein wichtiges Signal“, so Eiskirch, dass Bochum dann Sitz eines DAX-Unternehmens wäre.

Als Thomas Eiskirch schließlich auf die Flüchtlinge in Bochum zu sprechen kam, nahm er erst einmal die demokratischen Parteien in die Verantwortung: „Wir stehen gemeinsam vor Aufgabe, den Flüchtlingen in Bochum Schutz vor rechtem Populismus oder Anfeindungen zu geben.“ Nicht erst an dieser Stelle applaudierte die überwiegende Mehrheit der Ratsmitglieder und Besucher, doch es war einer der Momente, an denen die Zustimmung zu den Worten des neuen Oberbürgermeisters besonders deutlich wurde.

Klare Worte gegen rechts

Für diese sehr deutliche Positionierung gegen Rechtsradikalismus erhielt Eiskirch später auch Lob von Oppositionspolitikern. So schrieb André Kasper von den Piraten in der Bochumer Facebook-Gruppe, dass ihn dieses klare Bekenntnis positiv überrascht hätte.

Zustimmung gab es seitens der Ratsmitglieder auch für Eiskirchs Forderung nach einer gerechten Verteilung der Flüchtlinge in den Kommunen und Ländern. Ob und wie Eiskirch darauf jedoch Einfluss nehmen können wird, muss sich nun erst noch herausstellen.

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