THW-Rettungshunde üben die Vermisstensuche

Phoenix-See

HÖRDE Den Ernstfall probten am vergangenen Wochenende unter anderem die Rettungshundestaffel des THW auf dem Bau-Gelände des Phoenix-Sees. Die vierbeinigen Retter mussten Vermisset aufspüren.

von Von Dennis Werner

, 13.07.2009, 13:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hundeführer Thomas Niemyer und Labrador-Rüde Riddick.

Hundeführer Thomas Niemyer und Labrador-Rüde Riddick.

Auch wenn Riddick es mächtig eilig hat, noch ist er nicht dran mit der Suche im fingierten Katastrophengebiet; nichts anderes ist das verwaiste Phoenix-Gelände an diesem Sonntag. Riddicks späterer Auftrag wird sein: In den Trümmern vermisste Personen aufzufinden. Riddick und Herrchen Thomas Niemeyer gehören zur Fachgruppe Ortung beim Technischen Hilfswerk THW). Regelmäßig begeben sie und die anderen Hundeführer in unwegsames Gelände, um den Ernstfall zu proben. „Such voran!“, ruft Thomas Niemeyer und Riddick wetzt los – ohne Geschirr und Leine, sonst würde er hängen bleiben.

Unterhalb der Hörder Burg sucht ein weiteres Team. Hier hat sich ein freiwilliger Helfer unter Trümmern in einer Ecke versteckt. In einem Zweierteam plus Suchhund machen sich die THW-Leute auf dem Weg. Ist die Person gefunden, meldet sich das Tier durch lautes Bellen.  „Es ist sehr zeitintensiv, mit den Hunden zu arbeiten“, erzählt Thomas Niemeyer. Riddik ist acht Jahre alt, seit sechs Jahren trainieren Führer und Hund immer dienstags und an besonderen Tagen wie an diesem Sonntag. „Der Hund braucht diese reale Situation, um dort Erfolgserlebnisse zu haben“, so Niemeyer.

Hat Riddick jemanden gefunden, wird er mit Spielen belohnt. „Aber nur mit einem bestimmten Spielzeug, und ich muss meine blaue THW-Kleidung anhaben“, so Niemyer. So lassen sich Familienalltag und Katastrophen-Einsatz trennen. Für Riddick ist die Suche im Matsch bloß ein Spiel. Eifrig schnüffelt er in jedes noch so kleine Loch, das die Bagger auf Phoenix übrig gelassen haben. Doch im Ernstfall, und darauf ist Niemeyer stolz, kann sein Hund Leben retten.