Tierhalterin ist empört über Schärfe

Gezielte Hunde-Kontrolle

Max ist ein netter Mischling zwischen Mallinois und irgendwas. Knapp 40 Zentimeter hoch. Und das ist eine Kombination, die Frauchen Angelika Funke teuer kam.

WITTEN

von Von Irene Steiner

, 29.11.2013, 07:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Max meisterte den Wesenstest mit Bravour.

Max meisterte den Wesenstest mit Bravour.

Das gilt für öffentliche Bereiche wie Straßen, Bürgersteige oder Fußgängerzonen, aber auch Parkanlagen oder Friedhöfe. Das gilt zudem für öffentliche Gebäude wie Schulen und Kindergärten, aber auch für die Zuwege zu Mehrfamilienhäusern. All das ist Angelika Funke bewusst, und sie hält sich auch an die Regeln und hält Max an der Leine. Irritiert hat sie nur, als andere Hundebesitzer ebenfalls von unschönen Erlebnissen mit dem Ordnungsamt berichteten. Eine alte Dame zum Beispiel ließ ihren Hund beim Aussteigen aus dem Auto los, der lief direkt zum (Mehrfamilien-)Haus. Die Leute vom Ordnungsamt stiegen aus dem Auto und kassierten: 35 Euro. Eine andere Anwohnerin erzählt: „Ich weiß schon, dass ich selbst schuld bin, ich habe unseren Golden Retriever am Friedhof in Heven laufen lassen. Aber man hat schon den Eindruck, dass man seit vier bis sechs Wochen gezielt durch Heven fährt und auf Hundebesitzer achtet, die ihren Hund von der Leine lassen.“

Gezielt stimmt, sagt Burkhard Overkamp, der bei der Stadt auch zuständig ist für die Durchsetzung des Landeshundegesetzes in Witten: „Seit Anfang des Jahres haben wir mehr Personal im Außendienst. Und das setzen wir in der ganzen Stadt ein, besonders aber da, wo wir Beschwerden aus der Bevölkerung bekommen. Wenn also jemand Bescheid sagt, dass irgendwo häufig Hunde ohne Leine rumlaufen, dann kontrollieren wir. Und wir haben Erfolg: Wir haben seit einiger Zeit keine Beschwerden mehr wegen Hundekot.“

Denn Hunde müssen nicht nur an der Leine geführt werden, sondern Frauchen muss auch immer einen Beutel dabei haben, um den Kot aufzunehmen und zu entsorgen. Andernfalls kostet das zehn Euro. Auch wenn der Hund gar nichts macht. Ein Wesenstest kostet im Übrigen 40 Euro: Den musste Max auch über sich ergehen lassen, obwohl er auf den ersten Blick ausgesprochen lieb wirkt. Aber der Mallinois in der Ahnenreihe macht ihn zum potenziell gefährlichen Hund. Daher der Wesenstest. Max meisterte ihn mit Bravour.

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