Tierheim siedelt sich bei Goxel an

Tierheim

Der Tierschutzverein Coesfeld will ein neues Tierheim bauen. Die Kosten für den Bau werden mit 1,3 Millionen Euro beziffert, zur Finanzierung will der Verein unter anderem Fördertöpfe nutzen.

Coesfeld

von Leon Seyock

, 30.08.2020, 19:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
6000 Quadratmeter groß soll die Fläche sein, auf dem der Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung sein neues Tierheim ansiedeln wird. Jürgen Hille (Erster Vorsitzender) und Sandra Kassenböhmer (Geschäftsführerin) freuen sich auf den Baubeginn, der für das Frühjahr 2021 avisiert wird

6000 Quadratmeter groß soll die Fläche sein, auf dem der Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung sein neues Tierheim ansiedeln wird. Jürgen Hille (Erster Vorsitzender) und Sandra Kassenböhmer (Geschäftsführerin) freuen sich auf den Baubeginn, der für das Frühjahr 2021 avisiert wird © Leon Seyock

Die Planungen für den Neubau des Tierheimes des Tierschutzvereins Coesfeld, Dülmen und Umgebung haben wieder Fahrt aufgenommen. „Aller guten Dinge sind drei“, sagt Geschäftsführerin Sandra Kassenböhmer mit einem Grinsen. Denn schon lange möchte der Verein in ein neues Tierheim investieren – nachdem sich aber die ersten beiden Pläne zerschlagen hatten, scheint nun endlich Licht am Ende des Tunnels zu sein. Ab dem Frühjahr 2021 soll auf einer insgesamt 6000 Quadratmeter großen Fläche am Dülmener Weg, nahe der Reithalle bei Goxel, das neue Heim entstehen.

Über das gefundene Grundstück sind wir mehr als glücklich“, gibt Erster Vorsitzender Jürgen Hille zu verstehen. Die Rahmenbedingungen an diesem Standort würden passen, Lärm- und Artenschutzgutachten wurden für die ausgewählte Fläche bereits durchgeführt. „Planungsrechtlich sind wir nun auf der sicheren Seite“, betont Kassenböhmer.

Eine Bauvoranfrage sei gestellt, die Unterzeichnung soll in den kommenden Tagen folgen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Verein eine Fläche in der Nähe des Manöverwaldes in Flamschen erworben, bevor bekannt wurde, dass dort ein Naturschutzgebiet errichtet werden soll. „Wir haben den Kauf rückabgewickelt und standen schließlich wieder bei Null“, erläutert Sandra Kassenböhmer.

Konkrete Planungen für den Neubau gab es bereits. „Glücklicherweise“, so Jürgen Hille, „waren diese Planungen aber nicht sinnlos.“ Denn, so fährt er fort: „Den Entwurf, wie das Tierheim aussehen soll, können wir nahezu komplett für die neu gefundene Fläche übernehmen.“

900 Quadratmeter groß soll der neue Zweckbau werden. Der für die Öffentlichkeit unzugängliche Quarantänebereich soll stärker vom Vermittlungsbereich abgetrennt sein, und die Zwinger für die Hunde sollen durch einzelne Räume mit Fenstern und mit Auslauf ersetzt werden.

Der jetzige Standort des Tierheimes erfülle nicht mehr die aktuellen Anforderungen. Da der Pachtvertrag im Jahr 2025 auslaufe, wolle der Tierschutzverein auch nicht in das aktuelle Heim investieren. Die erste Idee sei gewesen, das Mietshaus käuflich zu erwerben. Aber genau wie der zweite Plan, ein Grundstück zu erwerben, hatte sich auch diese Idee zerschlagen.

Umso optimistischer blickt der Verein nun in die Zukunft. Das neue Grundstück hat dieser von einer Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigungsbehörde erworben. Die Kosten für den Bau werden mit 1,3 Millionen Euro beziffert, zur Finanzierung wolle der Verein unter anderem Fördertöpfe nutzen. Die neue Bleibe für den Verein soll im Sommer 2022 fertiggestellt sein.

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