Tipps für alle, die spontan zur Berlinale fahren wollen

64. Filmfestspiele Berlin

Wenn die Berlinale am Donnerstag beginnt, wird es in der Hauptstadt voll – und glamourös. Tausende Filmschaffende, Journalisten und Stars aus aller Welt strömen nach Berlin. Für alle, die noch spontan in die Hauptstadt fahren und Berlinale-Luft schnuppern wollen, haben wir Tipps zusammengestellt.

von Anna Gellner

, 04.02.2014, 16:44 Uhr / Lesedauer: 3 min
Tipps für alle, die spontan zur Berlinale fahren wollen

»The Grand Budapest Hotel« ist der Eröffnungsfilm der Berlinale.

Vor allem natürlich auf dem Roten Teppich vor den Wettbewerbspremieren am Berlinale-Palast. Weniger bekannte Stars trifft man mit Glück auch mal auf der Straße. Tipp: Nicht nur vor den Wettbewerbspremieren warten, sondern auch zu den Panorama- und Forumsvorführungen gehen. Schauspieler und Regisseure kommen oft dorthin, um sich beim „Q&A“ (Fragen und Antworten) den Fragen des Publikums zu stellen.Viele Autogrammjäger warten aber auch am Hinterausgang des Hyatt-Hotels, am Ritz-Carlton und in den schicken Restaurants. Das „Borchardt“ gehört dazu, außerdem das „Grill Royal“, in dem schon Leonardo DiCaprio mit seiner Freundin gesehen worden ist.

Ja. Karten bekommt man täglich von 10 bis 20 Uhr am Ticket-Counter in den Potsdamer Platz Arkaden, im International (Karl-Marx-Allee 33), im Haus der Berliner Festspiele (Schaperstr. 24), an den Tageskassen der Kinos (jeweils eigene Öffnungszeiten!) und online über die Berlinale-Website. Erfahrungsgemäß sind die Schlangen am Ticket-Counter lang – es lohnt sich also, schon vor der Öffnung da zu sein. Der Kartenvorverkauf beginnt jeweils drei Tage, bevor der Film läuft; bei den Wettbewerbswiederholungen vier Tage vorher. Am Tag der Vorstellung sind Eintrittskarten nur an den Tageskassen erhältlich.

Beginn der 64. Berlinale ist am 6. Februar, der letzte Tag ist der 16. Februar. In dieser Zeit laufen rund 400 Regiearbeiten in den verschiedenen Sektionen des Festivals wie dem Wettbewerb, im Panorama oder in der Retrospektive. Beim Wettbewerb konkurrieren die Filme um den Goldenen und die Silbernen Bären. Bedingung für die Teilnahme am Wettbewerb: Nirgendwo außer im Ursprungsland darf der Film bereits in den Kinos gestartet sein.

Die Internationale Jury, die sich in diesem Jahr aus James Schamus, Barbara Broccoli, Trine Dyrholm, Mitra Faharani, Greta Gerwig, Michel Gondry, Tony Leung und Christoph Waltz zusammensetzt. Sie vergibt den Goldenen Bären (Foto 3) für den besten Film. Außerdem vergibt sie einen Silbernen Bären als Großen Preis der Jury, einen Silbernen Bären als Alfred-Bauer-Preis sowie je einen Silbernen Bären für die beste Regie, die beste Darstellerin, den besten Darsteller, das beste Drehbuch und eine herausragende Leistung aus den Kategorien Kamera, Schnitt, Musik, Kostüm oder Set-Design.

2013 waren es mehr als 300 000 Eintrittskarten. Die Zahl der Kinobesuche – da sind die Besuche der akkreditierten Teilnehmer eingerechnet – lag bei knapp 476 000.

2013 kamen rund 16 000 Fachbesucher aus 124 Ländern nach Berlin und mehr als 3500 Pressevertreter aus 81 Ländern. Der überwiegende Teil der Zuschauer waren normale Kinobesucher.

In unmittelbarer Nähe zu den großen Kinos am Potsdamer Platz liegt die Neue Nationalgalerie. Damit ist ein Besuch dieses Museums das Richtige für die, die nur eine Pause während des Filmmarathons einlegen wollen. Aktuelle Ausstellungen: „Ausweitung der Kampfzone – 1968-2000“, unter anderem mit Werken von Joseph Beuys und Andy Warhol. Außerdem widmet das Museum dem Künstler Karl Otto Götz eine Werkschau.

24 Berlinale-Kinos nehmen in diesem Jahr teil. Die Übersicht finden Sie im 

Neben Auto und Bahn kann man auch den Fernbus nutzen, wenn man von Dortmund nach Berlin fahren möchte. Anbieter sind beispielsweise „Mein Fernbus“ und „Flix-Bus“ (Kosten: ab 13 Euro). Die Bahn fährt öfter – ist aber teurer. Der Normalpreis im ICE liegt bei 98 Euro, es gibt allerdings wesentlich günstigere Sparangebote. Mit Glück ergattert man ein Restticket für die Bahn bei Ltur im Internet – für 26 Euro.