Tödliche Haus-Explosion: Prozess beginnt am 20. September

Mord-Anklage gegen 48-Jährigen

Nach der verheerenden Gas-Explosion in Hörde muss sich der mutmaßliche Täter ab dem 20. September vor dem Dortmunder Schwurgericht verantworten. Die Anklage lautet auf Mord und Mordversuch. Bei der Explosion war eine Nachbarin des 48 Jahre alten Dortmunders gestorben.

HÖRDE

18.08.2017, 16:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blick auf die Teutonenstraße in Hörde, wo bei einer Explosion eine 36-jährige Frau getötet worden ist. Eine Mordkommission ermittelt.

Blick auf die Teutonenstraße in Hörde, wo bei einer Explosion eine 36-jährige Frau getötet worden ist. Eine Mordkommission ermittelt.

Der 48-Jährige soll am 31. März 2017 gegen 8.45 Uhr in seiner Wohnung die Zuleitung zum Gasherd abgerissen und das ausströmende Gas entzündet haben. Bei der Explosion waren das Dach und das 2. Obergeschoss vollständig zerstört worden. Eine Mieterin, die noch geschlafen haben soll, wurde in ihrem Bett von den Trümmern erschlagen. Drei weitere Mieter hatten Glück.

In der Nacht zuvor hatte es gegen 2.30 Uhr bereits einen Polizeieinsatz gegeben, weil der Angeklagte in seiner Wohnung randaliert haben soll. Laut Anklage hat geschrieen und gegen die Wände geschlagen. Möglicher Hintergrund der Tat: Dem 48-jährigen Frührentner soll die Wohnung gekündigt worden sein. Im April sollte er angeblich ausziehen. 

Das Dortmunder Schwurgericht hat für den Prozess zunächst fünf Verhandlungstage bis zum 10. November vorgesehen. Im Falle einer Verurteilung wegen Mordes droht dem 48-Jährigen lebenslange Haft.

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