Tödlicher Unfall auf B54: Prozess beginnt im Juni

Gegen LKW-Fahrer

Am Amtsgericht Rheine beginnt am 13. Juni der Prozess gegen den LKW-Fahrer, der im September vergangenen Jahres einen schweren Unfall auf der Bundesstraße 54 verursachte. Drei Menschen starben, mehrere wurden verletzt. Bei Verurteilung drohen dem Mann bis zu vier Jahre Haft.

Rheine

23.05.2017, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der umgekippte Futtermitteltransporter auf der B54 zwischen Münster und Gronau. Foto: Guido Kirchner

Der umgekippte Futtermitteltransporter auf der B54 zwischen Münster und Gronau. Foto: Guido Kirchner

Neun Monate nach einem tödlichen Unfall mit einem Silolastzug auf der Bundesstraße 54 im Münsterland beginnt am 13. Juni der Prozess gegen den Fahrer.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft Bielefeld lautet auf fahrlässige Tötung in drei Fällen und fahrlässige Körperverletzung, teilte die Direktorin des Amtsgerichts Rheine von Dienstag mit. Bei dem Unfall waren drei Menschen aus dem Münsterland gestorben, weitere wurden schwer verletzt.

Mitarbeiter der Münsteraner Justiz unter den Opfern

Der Fahrer des Futtermittel-Transporters war in den Morgenstunden am 7. September auf der B54 bei Altenberge ins Schlingern geraten, der Anhänger kippt über die ein Meter hohe Mittelplanke aus Beton und krachte mit einem Auto auf der Gegenfahrbahn zusammen.

Anschließend fuhren eine Motorradfahrerin und ein Kleinwagen in die Unfallstelle. Da unter den Opfern Mitarbeiter von verschiedenen Justizbehörden in Münster waren, hatte die Staatsanwaltschaft Münster das Verfahren an die Kollegen in Bielefeld abgegeben.

Verhandelt wird in Rheine, weil das Amtsgericht in Steinfurt kein Schöffengericht hat. Das Gericht kann eine Strafe bis zu vier Jahren aussprechen. 

dpa

Schlagworte: