Träumen ist erlaubt

Aber nur für die VfL-Fans

Zugegeben, der Blick auf die Tabelle der zweiten Fußball-Bundesliga nach dem zweiten Spieltag ist nicht mehr als eine Momentaufnahme. Für den VfL Bochum dennoch eine äußerst erfreuliche.

BOCHUM

von Von Martin Jagusch

, 11.08.2014, 14:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Träumen ist erlaubt

Patrick Fabian geniest mit dem VfL Bochum die in den letzten drei Jahren ungewohnte Höhenluft der 2. Liga.

Unsere Fans dürfen sicherlich träumen“, erklärt Bochums Sportchef Christian Hochstätter, bleibt jedoch selbst realistisch: „Wir selbst wissen aber, dass wir noch nichts erreicht haben.“ Den größten Unterschied zu den letzten tristen Jahren an der Castroper Straße macht der Blick auf das Torverhältnis deutlich. Gerade einmal 180 von insgesamt 3060 Saisonminuten liegen hinter den Blau-Weißen, da hat das Team von Trainer Peter Neururer bereits sechs Treffer erzielt. In der kompletten vergangenen Spielzeit brachte es der VfL gerade einmal auf 30 Torerfolge, die Stürmer Mirkan Aydin und Richard Sukuta-Pasu erzielten davon in 34 Spielen ganze zehn.Spielzeit 2005/06 Die Sechs-Tore-Marke nach dem Spieltag hatten die Bochumer zuletzt in der Zweitliga-Saison 2005/06 erreicht. Damals siegte der VfL zum Auftakt mit 4:0 beim 1. FC Saarbrücken (Tore: Edu (2), Misimovic (2)) und spielte anschließend zuhause nach Treffern von Edu und Drsek 2:2 gegen Energie Cottbus. Exakt das gleiche Torverhältnis und die gleiche Punkteausbeute damals unter Cheftrainer Marcel Koller wie heute unter Peter Neururer. Und auch im August 2005 hatten die beiden Offensivkräfte Edu und Zvejzdan Misimovic fünf Treffer auf sich vereinigt. Ein Spiegelbild zu Simon Terodde (3) und Stanislav Sestak (2) heute. Den sechsten Treffer steuerte mit Pavel Drsek damals ein tschechischer Innenverteidiger bei. Auch diese Saison besitzt der VfL mit Jan Simunek einen Innenverteidiger gleicher Nationalität.Viele Parallelen Viele Parallelen, die so manchen VfL-Anhänger sicherlich zum Träumen bringen werden, denn am Ende der Saison 2005/06 stiegen die Bochum als Zweitliga-Meister auf in die erste Liga. „Aber auch im Vorjahr hatten wir nach zwei Spieltagen vier Punkte auf dem Konto,“ bremst Hochstätter. Was dann folgte war bekanntlich eine hundsmiserable Spielzeit mit dem so eben realisierten Klassenerhalt. Dennoch freut er sich natürlich auch über den gelungen Start und auf das Pokalspiel Samstag gegen Stuttgart. „Mit dem jetzigen Selbstbewusstsein und der Unterstützung unserer Fans haben wir sicherlich eine Chance“, so Hochstätter. Bis Montagmittag hatte der VfL 13 500 Karten für die Pokal-Partie verkauft.

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