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Trainer, Spieler und Vorstand trafen sich zur Krisensitzung

Nach drei Pleiten kriselt es beim SV Schermbeck

Beim Westfalenligist SV Schermbeck kriselt es. Die drei Spiele nach der Winterpause gingen verloren – teilweise deutlich. Vergangenen Dienstag trafen sich Vorstand, Trainer und Spieler zur Krisensitzung.

Schermbeck

von Niklas Berkel

, 14.03.2018
Trainer, Spieler und Vorstand trafen sich zur Krisensitzung

Im Sommer wechselte Thomas Falkowski vom SC Hassel zum SVS. Nun durchlebt er seine erste Krise. Foto: Krimpmann

Den Start hatten sich die Westfalenliga-Fußballer des SV Schermbeck nach der Winterpause erfolgreicher vorgestellt. War die Mannschaft von Trainer Thomas Falkowski noch vor der Pause in Reichweite des Tabellenführers, haben drei Niederlagen in Folge die Stimmung kippen lassen.

Gegen Spexard verlor der SVS mit 1:2, gegen die Reserve des SV Rödinghausen gar mit 2:5 und den bisherigen Tiefpunkt erreichte der Westfalenligist am vergangenen Sonntag: Mit 1:6 verloren die Schermbecker zuhause gegen den TuS Hiltrup.

„Die Stimmung ist nicht gut“, gesteht Trainer Falkowski ein, „4:14-Tore aus drei Spielen ist schlecht. Das haben wir uns anders vorgestellt.“ Infolge der „katastrophalen Leistung“ gegen Hiltrup − gerade nach dem 0:3 (56.) − haben sich der Vorstand, die Trainer und die Spieler zu einer Krisensitzung am Dienstag getroffen.

„Wir haben viele Sachen angesprochen und ausdiskutiert“, sagt Falkowski. Internes wollte er dabei nicht nennen. Er glaubt aber, dass das Gespräch allen gutgetan habe. „Nun müssen wir schnellstmöglich wieder an die guten Leistungen der Hinrunde anknüpfen.“ Das gehe nur, indem das Team auf dem Platz Taten folgen lässt.

Dem schließt sich auch sein Kapitän Nikolaj Zugcic (Foto) an. „Wir haben die Sitzung genutzt, uns tief in die Augen zu schauen.“ Momentan herrsche Ratlosigkeit. „Wir haben die Dinge so angesprochen, wie sie sind und es wie Männer geklärt“, führt er weiter aus. „Die eigenen Befindlichkeiten müssen in den Hintergrund gerückt werden.“

Krise als Chance

Aus der aktuellen Situation kann der SV Schermbeck aber auch gestärkt hervorkommen. Mehrmals betonte der 35-jährige Trainer, dass seine erste Saison ein Jahr des Umbruchs werden würde. „Ich habe auch nie gesagt, dass wir unbedingt aufsteigen wollen.“ Er sei allerdings ein schlechter Trainer, wenn er auf Platz zwei stehend sagen würde, dass das Ziel weiterhin Platz vier bis sieben sei.

„Aus Niederlagen können wir viel lernen“, hofft er, „gerade in schwierigen Zeiten kann man die Charaktere einer Mannschaft kennenlernen. Daraus kann ich als Trainer meine Erkenntnisse ziehen.“ Das Ziel sei nun, so schnell wie möglich wieder zu punkten, um nicht aus dem Mittelfeld der Tabelle in den Keller zu fallen.

Hilfreich wäre es, wenn die Schermbecker mal wieder in Führung gehen würden. „Dann muss der Gegner aufmachen und wir kriegen mehr Räume“, erklärt Falkowski. Das Selbstvertrauen hätte in den vergangenen Wochen gelitten, gerade nach Rückständen sei es daher schwierig, wieder zurückzukommen.

Kapitän Zugcic sieht das ähnlich. „Die Qualität haben wir, wir müssen aber die einfachen Fehler vermeiden. Wir brauchen mal das Glück, zu führen.“

Gezielt verstärken

In der kommenden Saison wollen die Schermbecker dann aber oben angreifen. Auch das betont Falkowski seit seinem Amtsantritt. Die Mannschaft solle jetzt gezielt verstärkt werden. Mit Torwart Cedric Drobe wurde der erste Neuzugang von der Spvgg. Vreden schon verkündet. „Auf zwei, drei weiteren Positionen wollen wir noch nachlegen“, sagt Falkowski. Um den Aufstieg in die Oberliga kommende Saison zu realisieren.