Trauer um Jan Fedder: Diese fünf Filmrollen machen ihn unsterblich

Trauer um toten Schauspieler

Viele kannten Jan Fedder vor allem aus dem „Großstadtrevier“. Dabei stand er auch für viele Filme vor der Kamera. Seine erste große Rolle hatte Fedder im Antikriegsfilm „Das Boot“ (1981).

Hamburg

von Thomas Kielhorn

, 14.01.2020, 14:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trauer um Jan Fedder: Diese fünf Filmrollen machen ihn unsterblich

Ein Fan des Schauspielers Jan Fedder kommt am 14. Januar mit einem Herz zur Trauerfeier für den Schauspieler im Hamburger Michel. © dpa

Seit 1990 war Jan Fedder das Aushängeschild der ARD-Serie „Großstadtrevier“. Als eigenwilliger Polizist Dirk Matthies trat er seinen Dienst auf dem (fiktiven) 14. Polizeirevier an und arbeitete sich dort zum Oberkommissar hoch. Doch Jan Fedder stand auch regelmäßig für TV- und Kinoproduktionen vor der Kamera. Diese fünf Filmrollen machen ihn für immer unsterblich:

1. „Das Boot“ (1981)

Seit seinem 13. Lebensjahr stand Fedder auf der Theaterbühne und drehte fürs Fernsehen. Nach seiner Schauspielausbildung in Hamburg war der Bootsmaat Pilgrim im Antikriegsfilm „Das Boot“ (1981) seine erste große Rolle. Auch wenn er an der Seite von Schauspielgrößen wie Jürgen Prochnow, Martin Semmelrogge und Uwe Ochsenknecht stand, hatte Fedder nicht nur positive Erinnerungen an die Dreharbeiten. So litt er wochenlang an üblen Attacken, da er seekrank war.

2. „Der Mann im Strom“ (2006)

Jan Fedder drehte gleich mehrere Literaturverfilmungen nach Siegfried Lenz. Für seine Hauptrolle in „Der Mann im Strom“ (2006) wurde er sogar mit dem Deutschen Fernsehpreis als bester Schauspieler ausgezeichnet. Darin spielte er den arbeitslosen Bergungsinspektor Jan Hinrichs, der als alleinerziehender Vater mit seinen beiden Kindern nach Hamburg zieht, um wieder einen Job als Taucher zu bekommen. Dafür fälscht er seine Bewerbung und macht sich zehn Jahre jünger. Mit katastrophalen Folgen.

3. „Soul Kitchen“ (2009)

In der Erfolgskomödie „Soul Kitchen“ (2009) von Fatih Akin hat Jan Fedder als Herr Meyer vom Gesundheitsamt zwar nur eine kleine, aber sehr feine Rolle. Darum geht’s: Zinos (Adam Bousdoukos) ist Betreiber des eher mäßig laufenden Restaurants Soul Kitchen. Nach einem Bandscheibenvorfall kann er nicht weiterarbeiten und stellt seinen gerade aus dem Gefängnis entlassenen Bruder Illias (Moritz Bleibtreu) als neuen Geschäftsführer ein.

4. „Stille“ (2013)

Journalist Harry Cliewer (Jan Fedder) führt ein Interview mit einem Banker, das einen Skandal auslöst. Cliewer ist auf dem Höhepunkt seines Erfolges, als sein Sohn einen Enthüllungsroman über ihn veröffentlicht. Enttäuscht zieht sich Cliewer aus der Öffentlichkeit zurück und zieht in eine verlassene Berghütte, um inneren Frieden zu finden.

5. „Arnes Nachlass“ (2013)

„Arnes Nachlass“ ist erneut eine Literaturverfilmung nach Siegfried Lenz. Darum geht’s: Der Vater von Arne (Max Hegewald) hat sich umgebracht, weil er den Konkurs seiner Firma nicht verkraftet hat. Harald (Fedder) ist ein alter Jugendfreund des Vaters und kümmert sich nun um den traumatisierten Jungen. Doch Harald betreibt selbst eine Firma, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt.

Diese fünf Filme stehen natürlich nur stellvertretend für die zahlreichen Produktionen und TV-Serien, die Jan Fedder mit seiner Natürlichkeit und seinem Talent bereichert hat.

RND

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