Trauer um Schlagzeuger Peter Sadlo

Mit Fassungslosigkeit und Trauer hat die Hochschule für Musik und Theater in München auf den Tod des Schlagzeugers Peter Sadlo reagiert.

München (dpa)

01.08.2016, 16:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Solo-Schlagzeuger Peter Sadlo ist tot. (undatiertes, älteres Handout). Foto: Priska Ketterer Luzern

Der Solo-Schlagzeuger Peter Sadlo ist tot. (undatiertes, älteres Handout). Foto: Priska Ketterer Luzern

«Als ein weltweit bekannter Ausnahmemusiker hat er die künstlerische Entwicklung des Schlagzeugs in den letzten Jahrzehnten wie kein anderer vorangetrieben», hieß es in einer Würdigung des Hochschulpräsidenten Bernd Redmann. Der 54-jährige Musiker war in der Nacht zum Freitag unerwartet an den Folgen einer Operation gestorben.

Sadlo wurde 1962 in Nürnberg geboren. Seit 1985 war er an der Münchner Hochschule tätig. Prägend sei in seinen Jahren als Solopauker der Münchner Philharmoniker die Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Sergiu Celibidache gewesen, schrieb Redmann. «Peter Sadlo revolutionierte die Technik des Schlagzeugspiels, setzte neue Maßstäbe bei Gestaltungsvielfalt und Virtuosität, inspirierte die kompositorische Weiterentwicklung des Schlagzeugrepertoires insbesondere im solistischen Bereich und prägte als Vorbild und Maßstab eine ganze Schlagzeugergeneration.» Dank seines Wirkens habe das Schlagzeug als Solo- und Kammermusikinstrument weltweit an Akzeptanz gewonnen.

Im vergangenen Jahr war Sadlo mit dem Frankfurter Musikpreis ausgezeichnet worden. Das Kuratorium würdigte ihn damals als musikalischen Allrounder, der durch sein künstlerisches Schaffen und sein internationales Renommee zu einem Botschafter kultureller Vielfalt geworden sei.

Statement Prof. Dr. Bernd Redmann, Präsident der Hochschule für Musik und Theater München