„Trolls“ trällern im Plüsch-Universum

Im Kino

"Trolls" sehen aus, als seien sie mit Kalle Wirsch verwandt, gehen aber auf einen Dänen zurück, der einst einen Troll für seine Tochter schnitzte und den Sprung zur Massenfertigung wagte.Dreamworks kaufte die Rechte an den Gnomen mit Starkstrom-Frisur und schickt die "Trolls" (Regie: Mike Mitchell) in ein Kino-Abenteuer.

21.10.2016, 16:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Trolls“ trällern im Plüsch-Universum

Die Trolle im Film sind stets gut gelaunt und haben Musik im Blut.

Dessen Freigabe ("ab 0 Jahren") limitiert die Spannungswerte des Films doch erheblich, dafür ist der Regler für Knuffigkeit weit aufgedreht. Trolle mit bunten Haaren haben bloß ein Ziel: Tanzen, singen, stündlich kuscheln.

Glückliche Kobolde

Kein Wunder, dass die miesepetrigen Bergens sie zum Fressen gern haben. Wer einen Troll isst, verspürt Glück, heißt es. Mit dem Besteck klappernd sitzen die Bergens zu Tisch. Weil die Trollbande durch einen Tunnel entwischt, gucken die Bergens in die Röhre.

Und wenn sie nicht gestorben sind, haben sie noch immer schlechte Laune. Damit das Märchen weitergeht, gibt es eine verschlagene Köchin bei den Bergens. Als die Trolle in ihrem Versteck feiern, verraten sie sich, und die Köchin entführt einige Winzlinge. Troll-Prinzessin Poppy (Stimme: Lena Meyer-Landrut) will ihre Freunde befreien, begleitet wird sie vom einzigen Stinkstiefel unter den Trolls.

Dramatik in kleiner Dosis

Dramatik gibt es nur in kleiner Dosis, der Humor bleibt moderat, dafür wird geschwoft, bis die Schwarte kracht. Die Animation wirkt durchaus plastisch, die Choreografien haben Showformat, die Lieder Musical-Charakter. Songs von Justin Timberlake, Lionel Richie, Bonnie Tyler sind zu hören.

Poppy brezelt ein Aschenputtel zur Dancing Queen auf, die dem Bergen-König den Kopf verdreht. Ein Film aus dem Plüsch-Universum, Disko-Glamour, der Kinder auf die Unterhaltungsbranche einstimmt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.