Tropenteich leidet unter Schildkröten-Schwemme

Rombergpark

Der Teich des Tropenhauses im Romberkpark ist voller Schildkröten. 67 Exemplare aus vier Arten leben mittlerweile im warmen Wasser des Beckens. Die illegal ausgesetzten Haustiere haben alle tropischen Wasserpflanzen im Becken gefressen. Jetzt sollen sie weg. Dafür hat sich der Botanische Garten eine ungewöhnliche Aktion einfallen lassen.

BRÜNNINGHAUSEN

14.08.2014, 18:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

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Schildkröten belagern Tropenteich im Rombergpark

14.08.2014
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67 Schildkröten leben momentan im kleinen Teich des Tropenhauses im Rombergpark.© Foto: Dieter Menne
Die Überbevölkerung sogt für große Hygiene-Probleme.© Foto: Dieter Menne
Die Schildkröten haben bereits alle Wasserpflanzen im Teich aufgefressen.© Foto: Dieter Menne
67 Schildkröten leben momentan im kleinen Teich des Tropenhauses im Rombergpark.© Foto: Dieter Menne
Der Botanische Garten will die Schildkröten nun an Privatleute abtreten.© Foto: Dieter Menne
Die Tiere können am 23. und 24. August gratis abgeholt werden.© Foto: Dieter Menne
Wer eine Schildkröten haben will, muss zuvor ein Formular ausfüllen. Es ist auf den Seiten der Stadt verfügbar.© Foto: Dieter Menne
67 Schildkröten leben momentan im kleinen Teich des Tropenhauses im Rombergpark.© Foto: Dieter Menne
67 Schildkröten leben momentan im kleinen Teich des Tropenhauses im Rombergpark.© Foto: Dieter Menne
67 Schildkröten leben momentan im kleinen Teich des Tropenhauses im Rombergpark.© Foto: Dieter Menne
67 Schildkröten leben momentan im kleinen Teich des Tropenhauses im Rombergpark.© Foto: Dieter Menne
67 Schildkröten leben momentan im kleinen Teich des Tropenhauses im Rombergpark.© Foto: Dieter Menne
67 Schildkröten leben momentan im kleinen Teich des Tropenhauses im Rombergpark.© Foto: Dieter Menne
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Die Tiere wurden nach und nach – vor allem in den Ferien – dort ausgesetzt. "Das ist nicht erlaubt", so Stadtsprecherin Anke Widow. So ist es dem Botanischen Garten derzeit nicht möglich, Interessierten die tropischen Wasserpflanzen zu präsentieren. Dies ist der eigentliche Zweck des Wasserbeckens im Tropenhaus. Tropische Wasserpflanzen sind mit derart vielen Tieren im Teich des Botanischen Gartens nicht mehr zu zeigen. Das Wasserbecken ist sozusagen nackt. Fällt nur ein braunes Blatt in den Teich, ist es auch schon aufgefressen. „Das sind Piranhas mit Panzer drum herum“, sagt Dr. Knopf. „Wir können damit auf Dauer nicht leben, und die Schildkröten sollten es nicht.“

Derzeit leben 67 männliche und weibliche Tiere im kleinen Teich - sowohl pflanzenfressende (herbivore) und fleischfressende (carnivore) Arten. Nicht alle vertragen sich untereinander. Immer wieder verletzten sich die Tiere bei Streitereien untereinander. Außerdem sind die hygienischen Verhältnisse im Teich wegen der Überbevölkerung schwierig. Es riecht schnell.

Der Botanische Garten will deshalb möglichst viele der Schildkröten umsiedeln. Doch Zoos und Tierschutzorganisationen interessieren sich nicht für die Tiere. Ihre Arten (Gelbwangen-, Cumberland- und Höckerschildkröten) sind weit verbreitet.  

Deshalb wird nun eine Abgabeaktion organisiert. Private Tierfreunde können gratis Schildkröten mit nach Hause nehmen. Am Freitag (22. August) gibt es um 18.30 Uhr im Café Orchidée in den Pflanzenschauhäusern eine Info-Veranstaltung über die Arten und deren artgerechte Haltung. Die Abgabe der Tiere an die neuen Halter wird am Samstag, 23., und Sonntag, 24. August, stattfinden. Wer eine Schildkröte haben möchte, muss ein Formular ausfüllen und an die Verwaltung des Botanischen Gartens Rombergpark zurücksenden. Eine ähnliche Abgabe-Aktion im Jahr 2003 war ein voller Erfolg. 50 Tiere konnten an neue Halter vermittelt werden.

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