Trotz Corona zum Arzt: Notwendige Behandlungen auf keinen Fall aufschieben

Coronavirus

Viele Kranke trauen sich in Corona-Zeiten nicht, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Häufig ist die ausbleibende Behandlung aber deutlich gefährlicher.

Berlin

30.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wer schnell Hilfe braucht, sollte sich trotz Corona an einen Arzt oder den Notruf wenden.

Wer schnell Hilfe braucht, sollte sich trotz Corona an einen Arzt oder den Notruf wenden. © picture alliance/dpa

Angesichts der Coronakrise und überlasteter Krankenhäuser scheuen sich offenbar Menschen mit anderen ernsten Gesundheitsproblemen, den Notarzt zu rufen oder anderweitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

„Berliner Krankenhäuser, in denen Schlaganfall-Patienten versorgt werden, verzeichnen zurzeit einen deutlichen Rückgang von Schlaganfall-Patienten“, erklärte die Gesundheitsverwaltung am Sonntag. „Es ist davon auszugehen, dass viele Patienten mit leichten Schlaganfällen oder auch Herzinfarkten aus Angst vor einer Infizierung mit dem Coronavirus zu Hause bleiben.“ Dies dürfe nicht sein.

Arztbesuch trotz Corona: Ausbleibende Behandlung oft gefährlich

Senat, Kassenärztliche Vereinigung (KV), Krankenhausgesellschaft (BKG) und Ärztekammer riefen die Berliner gemeinsam dazu auf, im Ernstfall keine Scheu vor der Inanspruchnahme der Notfallversorgung zu zeigen. Bei notwendigen medizinischen Behandlungen - zum Beispiel bei der Einstellung von Diabetes oder bei Bluthochdruck - solle jeder seinen behandelnden Arzt konsultieren oder im Ernstfall Rettungsstellen der Krankenhäuser, KV-Notdienstpraxen oder die Notfallnummern 112 und 116117 kontaktieren.

„Für diese Menschen ist die ausbleibende Behandlung möglicherweise gefährlicher als die verhältnismäßig geringe Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Coronavirus bei einem Besuch einer Praxis oder Rettungsstelle zu infizieren“, hieß es. Wichtige Behandlungen dürften nicht aufgeschoben werden.

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