Trotz dualer Ausbildung: Die Zahlen der Studierenden steigen

Trend zum Studium

Die meisten Abiturienten entscheiden sich zurzeit gegen eine Ausbildung und für einen Studienplatz. Diese Entwicklung wird nicht von allen Seiten befürwortet. Nun meldet sich auch die Ruhr-Universität Bochum zu Wort.

BOCHUM

, 16.02.2014 / Lesedauer: 3 min
Trotz dualer Ausbildung: Die Zahlen der Studierenden steigen

Die Tendenz zum Studium steigt: Eine Entwicklung, welche die Geister der Beteiligten spaltet.

Gleichwohl hat auch Wylkop beobachtet, dass der Trend Richtung Studium geht – unabhängig vom doppelten Abiturjahrgang. „Es ist seit einigen Jahren zu beobachten, dass es ein steigendes Interesse am Studium gibt“, sagt er. Die Zahlen würden steigen. Doch trotz der vermeintlichen Beliebtheit des Studiums sollen die Zahlen gleichwohl wieder sinken. „Demografisch gesehen wird es sowieso wieder abnehmen“, sagt Wylkop. Allerdings rechnet er damit nicht mehr in diesem Jahrzehnt. Das rege Interesse der Schulabgänger ist der RUB recht. „Wir wollen natürlich Studenten hier haben“, sagt Wylkop. Allerdings nicht irgendwelche. „Wir wollen gute Studenten hier haben, die motiviert sind und nicht nach einigen Semestern das Studium abbrechen.“

Deswegen sei auch die Uni für eine rechtzeitige Aufklärung von Schülern. Sie sollen sich informieren, um feststellen zu können, ob und welches Studium für sie in Frage kommt. „Wir haben zum Beispiel das Borakel“, sagt Wylkop. Dabei handelt es sich um einen Test, den Studieninteressierte im Internet absolvieren können. „Wir bieten einen bunten Strauß an Angeboten für Schüler“, sagt Wylkop. Es gebe Workshops und Projektwochen in den Ferien, die Kinderuni für Grundschüler und verschiedene Angebote für Unter-,Mittel- und Oberstufe. Dazu gehört auch das Alfried-Krupp-Schülerlabor, das jetzt sein zehnjähriges Bestehen gefeiert hat. „Wir bieten Schülern sogar die Möglichkeit, bereits vor dem Abi zu studieren“, erklärt Wylkop. Dafür publiziert die RUB eigens ein Vorlesungsverzeichnis mit etwa 200 schülerfreundlichen Veranstaltungen. „Die Scheine kann man sich für ein späteres Studium anerkennen lassen.“

Aber die besten Angebote nützen nichts, wenn sie niemand kennt. „Deswegen sind wir auf einschlägigen Messen vertreten“, sagt Jens Wylkop. Auch die Schulen müssten vermehrt auf das Angebot der Uni hinweisen, sagt Wylkop. Den Schwarzen Peter will er den Schulen aber nicht zuschieben. „Wie müssen verstärkt die Lehrer über unsere Angebote informieren.“ 

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