Trotz Rückkehr zum Wechselunterricht: in 21 Kreisen und Städten bleiben die Schulen zu

Coronavirus

In dieser Woche dürfen Kinder und Jugendliche in NRW mal wieder in die Klassenzimmer kommen - zumindest abwechselnd. Das gilt aber nicht in den zahlreichen Kommunen mit zu hohen Corona-Zahlen.

Düsseldorf

19.04.2021, 08:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zahlreiche Schulen durften am Montag (19. April) wegen zu hoher Infektionszahlen nicht öffnen.

Zahlreiche Schulen durften am Montag (19. April) wegen zu hoher Infektionszahlen nicht öffnen. © picture alliance/dpa

Nach einer Woche Unterricht zuhause können viele Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen am Montag wieder zum Präsenzunterricht in ihre Schulen gehen. Das gilt aber nicht in Städten und Kreisen mit zu hohen Corona-Neuinfektionsraten ab einer dauerhaften Inzidenz von 200. Das Land hat 15 der 53 NRW-Kommunen ausdrücklich benannt, die beim Distanzunterricht bleiben: Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Herne, Krefeld, Märkischer Kreis, Kreis Mettmann, Mülheim an der Ruhr, Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Stadt Remscheid, Kreis Siegen-Wittgenstein, Stadt Solingen, Kreis Unna und Stadt Wuppertal.

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Außerdem setzten - Stand Sonntagnachmittag - Dortmund, Hamm und Bonn sowie die Kreise Recklinghausen und Gütersloh den Vor-Ort-Unterricht wegen zu hoher Corona-Zahlen weiter aus. Bielefeld kündigte an, ab Dienstag Distanzunterricht einzuführen.

In den Präsenz-Kommunen dürfen auch nicht alle Schüler auf einmal in den Unterricht, sondern die Kinder und Jugendlichen kommen, wie schon vor den Osterferien, abwechselnd zum Zug. Kleine Klassen oder Kurse müssen allerdings nicht geteilt werden, wenn die Abstands- und Hygienevorgaben eingehalten werden können.

10 bis 20 Prozent der Schüler wollen sich nicht selbst testen

Im Präsenzbetrieb gilt Corona-Testpflicht: Alle Schüler und das Personal müssen sich zweimal wöchentlich testen lassen. Trotz gegenteiliger Forderungen aus der Opposition sowie von Eltern- und Lehrerverbänden werden die Selbsttests nicht zuhause durchgeführt, sondern unter Anleitung in den Schulen. In der vergangenen Woche hatte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) an die Eltern appelliert, ihre Kinder an den Tests teilnehmen zu lassen, weil sie ansonsten an dem Tag nicht am Unterricht teilnehmen könnten und keinen Anspruch auf zusätzlichen Distanzunterricht hätten.

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Nach früheren Angaben des Schulministeriums wollen sich 10 bis 20 Prozent der Schüler - 250.000 bis 500.000 Kinder und Jugendliche - nicht selbst in der Schule testen. Vor allem die Opposition will beobachten, ob genügend Tests in den Schulen angekommen sind. Aus ihren Reihen wie auch aus Reihen der Eltern- und Lehrerverbände gab es viel Kritik an der Rückkehr ins Wechselmodell. Auf Unverständnis stieß bei vielen, dass die Schulen trotz steigender Infektionsraten wieder geöffnet werden. Außerdem wurde „das Hin und Her“ bei kurzfristigen Schulöffnungen und -schließungen moniert.

dpa

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