"Turbo-Pokal" für Bayer Uerdingen

Frauen-Wasserball

Das Endspiel um den Deutschen Wasserballpokal der Frauen in der ASC-Arena an der Wedau zwischen dem neunfachen Pokalsieger BW Bochum und Bayer Uerdingen war Werbung für den Frauenwasserball. Die Partie wurde zum Herzschlagfinale, das vom Bayer-Team am Ende mit 20:19 nach 5-Meter-Werfen gewonnen wurde.

DUISBURG

von Von Wilfried Backs

, 06.05.2012, 13:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trainer Thilo Khil gibt Anweisungen an seine Spielerinnen, auf die er stolz ist.

Trainer Thilo Khil gibt Anweisungen an seine Spielerinnen, auf die er stolz ist.

Nach regulärer Spielzeit endete die Partie 15:15 (4:6; 4:2; 3:3; 4:4). Am Ende konnte Bayer Uerdingen glücklich mit 20:19 nach 5-Meter-Werfen den "Turbo-Pokal" zum Uerdinger Waldsee mitnehmen.

Thilo Khil rsümierte: "Ich bin unheimlich stolz, Blau-Weiß-Trainer zu sein. Was meine Mädchen geleistet haben, war super. Wir haben uns mit Bayer einen offenen Schlagabtausch geliefert. Am Ende hat der Glücklichere gewonnen. Jetzt werden wir uns ganz auf die DM konzentrieren. Am 17. Mai sehen wir uns im Wiesental wieder."

Offener Schlagabtausch

Beide Teams spielten auf hohem Niveau. Bayers Bianca Seyfert überraschte Bochums Schlussfrau Hanna Hanholz nach 60 Sekunden mit einem Heber. Kurz darauf erhöhte Claudia Kern auf 2:0. Doch die Truppe um Spielführerin Ariane Rump ließ sich nicht beeindrucken. Steff Motte und Katrin Dierolf nutzten ihre Chancen und glichen aus. Es begann ein offener Schlagabtausch. Die Ex-Blau-Weißen Moni Kruszona und Nadja Pozzi sorgten für eine 4:2-Führung für Bayer. Vorher aber traf Ari Rump nur Metall. Lina Rohe verkürzte auf 4:3, ehe erneut Moni Kruszona den alten Abstand wieder herstellte. Linn Freisewinkel markierte das 4:5. Claudia Kerns Tor zum 6:4 beendete den ersten Spielabschnitt.

Im zweiten Viertel setzte der Titelverteidiger Akzente und sicherte sich durch Taty Steinhauer (2), Ari Rump und Lina Rohe bei zwei Gegentoren von Bianca Seyfert diesen Spielabschnitt. Hanna Hanholz war jetzt warm geschossen und lieferte die ersten Glanzparaden. Auch nach der Halbzeit ging es hochklassig weiter. So gelang Kedda Dierolf die 9:8-Führung, die Claudi Blomenkamp wieder ausglich. Steff Motte brachte Bochum erneut in Führung, Linda Gerritsen egalisierte. Danach war es erneut Hanna Hanholz, die Blau-Weiß vor einem Rückstand bewahrte.

Das Schlussviertel war an Spannung kaum zu überbieten. Linda Gerritsen und Catrin Grabow sicherten Bayer zunächst einen 13:11-Vorsprung. Aber Ari Rump setzte zu einem kraftvollen Solo an und schloss zum 12:13 ab. Als dann auch noch Taty Steinhauer zum Ausgleich traf, waren die Fans nicht zu halten. Bianca Seyfert sorgte erneut mit einem Heber für das 14:13 der Uerdinger. Doch Caro Lentge ließ kurz darauf den Ausgleich folgen. Als Lina Rohe knapp zwei Minuten vor Ende der reglären Spielzeit einen Fünfmeter nach Foul an Katrin Dierolf zum 15:14 für Blau-Weiß verwandelte, ging der Blick immer wieder auf die Anzeigetafel. Doch Bianca Seifert kam 90 Sekunden vor Abpfiff noch zum 15:15.

Fünf-Meter-Drama

Es ging in die Verlängerung. Bianca Seyfert verabschiedete sich nach ihrem fünften Treffer zur 16:15-Führung mit ihrem dritten persönlichen Foul, das einen totalen Wasserverweis nach sich zieht. Blau-Weiß setzte erfolgreich nach und wurde 60 Sekunden vor Schluss der Verlängerung durch Lina Rohe belohnt: 16:16 und es ging ins 5-Meter-Werfen. Hanna Hanholz hielt den Auftakt-Fünfer von Moni Kruszona. Kedda Dierolf traf für Blau-Weiß zum 17:16. Claudia Kern egalisierte zum 17:17. Erneute Führung durch Lina Rohe, die Linda Gerritsen ausgleichen konnte: 18:18. Steff Motte donnerte gegen den Pfosten, sodass Catrin Grabow die Chance zur 19:18-Bayer-Führung nutzte. Taty Steinhauer warf über das Tor. Doch Hanna Hanholz hielt den Wurf Schuss von Claudia Blomenkamp. Ari Rump traf zum 19:19. Moni Kruszona setzte zur Bayer-Führung von 20:19 an. Kedda Dierolf versemmelte zum Abschluss. wurde.

BW Bochum: Hanna Hanholz, Lina Rohe, Caro Lentge, Ari Rump, Katrin Dierolf, Caro Nischwitz, Steff Motte, Jassy Krieter, Taty Steinhauer, Mikayla Eriksson, Alina Liska, Linn Freisewinkel, Carla Camps.