Turbulente Premiere

Publikum feiert Schauspieler für "Chaos und Calvados"

Stürmisch ging es in der Deusenkirche zu, denn da ging die Premiere der turbulenten Komödie "Chaos und Calvados" der Theatergruppe "Was ist schon normal?" über die Bühne.

DEUSEN

, 20.11.2016 / Lesedauer: 2 min
Turbulente Premiere

Munter präsentierten sich die Schauspieler auch in der Pause.

Das Publikum feierte die Schauspieler frenetisch.

"Der tosende Applaus zeigt, dass es Euch gefallen hat“, leitet Regisseur Bernhard Meschke nach drei Stunden guter Unterhaltung seine Präsentation der Darsteller ein. Er bringt damit die Stimmung auf den Punkt.

Dreiakter

Den Dreiakter von Wilfried Reinehr führen die Akteure im Alter von 38 bis 74 Jahren, die sich das Stück selbst ausgesucht und seit März einstudiert haben, recht professionell auf. Entwaffnende Sprache Insbesondere die von Reinehr eingesetzte gezielt entwaffnende Sprache spielen die Laien-Darsteller auf den Punkt.

Antonie wird "abgeliefert"

So erklärt die resolute Susanne beim Heim-Einzug ihrer Schwiegermutter Antonie, dass man diese „hier abliefern“ wolle. Mit dem unfreiwilligen Umzug von Antonie, die kurz zuvor ihr Haus an Sohn Klaus überschrieben hatte, und dem Schaukelstuhl-Geschenk von Minister Oberhupfer an das 100-jährige Geburtstagskind Elfriede gerät die bis dahin geregelte Beschaulichkeit in der „Residenz Sonnenschein“ aus den Fugen.

Eifersucht im Alter

Die „Bewohner der Grabkammer“, wie sie sich selbst bezeichnen, pflegen dort ihre Eifersüchteleien, Intrigen und Sticheleien. Ferner genießen die je drei älteren Damen und Herren verspätete Liebeleien sowie Erinnerungen an ihre stürmische Jugend. Plötzlich kehren die wilden Zeiten zurück. Es entbrennt ein Kampf um den „besten Lover“ oder „Sexprotz“ ebenso wie um den Schaukelstuhl und das Fernsehprogramm. Betreuerin Sabine hat alle Hände voll zu tun. Insbesondere dann, wenn die „Calvados-Connection“ zu tief ins Glas sieht.

Calvados hilft nicht mehr

Als der seelentröstende Apfelbranntwein seine Wirkung verliert, ist das Chaos perfekt. Zumal ein Lotteriegewinn für weitere Turbulenzen sorgt. Einzelne Restkarten Die Premiere von „Chaos und Calvados“ in der liebevollen Inszenierung der Theatergruppe „Was ist schon normal?“ wird so zu Deusens Hauptgewinn. Bravo! Allerdings gibt es nur noch für die sechste und letzte Vorstellung am Freitag, 2. Dezember, um 19 Uhr, wenige Restkarten.

Schlagworte: