Über Dickhäuter und Sonnenterrassen - Hautarzt Dr. Hoffmann im Gespräch

WITTEN Hautkrebs steht im Fokus der „Euro-Melanoma-Woche.“ Seit Montag dreht sich bei Hautärzten alles um Veränderungen der Körperoberfläche. RN-Mitarbeiter Tilman Abegg bat Hautarzt Dr. Matthias Hoffmann zu einem erklärenden Gespräch.

von Von Tilman Abegg

, 06.05.2009, 06:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Stimmt auch. Aber besser finde ich: Die Haut ist wie ein Stromzähler. Merkt sich jede Minute.

Jeder Sonnenbrand hinterlässt dauerhafte Wirkung. Wenn die Grenze erreicht ist, entsteht Hautkrebs. Anders gesagt: Das Risiko steigt. Vor allem bei hellen Hauttypen wie Boris Becker oder Nicole Kidman.

Weil das schützende Pigment fehlt. Das wirkt bei dunkleren Typen wie ein Schutzschild. Durch helle Haut knallt die Sonne durch.

Ja, und dort verändert sie das Genmuster, löst Mutationen aus. Und die bilden dann Hautkrebs.

Es müsste eher heißen: bis wann? Denn 80 Prozent der gesamten Hautbelastung entstehen vor dem 18. Lebensjahr.

Kinder müssen geschützt werden! Sie spielen oft in der Sonne. Das Wichtigste: textiler Schutz. Die drei Hs: Hemd, Hut, Hose. Und alle Sonnenterrassen gründlich eincremen.

Ohren, Nase, Hände, was eben alles noch rausguckt.

Kinder mit Faktor 50, Erwachsene mit 20 bis 30, je nach Haut.