Überlastete Abwasserkanäle - Überflutungsgefahr bleibt

Asselner und Wickeder Süden

Wenig Hoffnung auf Besserung können sich die hochwassergeschädigten Bewohner des Asselner und Wickeder Südens machen. Knackpunkt sind die überlasteten Abwasserkanäle. Zwar plant die Stadt, die kleinen Bäche, die sich zwischen B1 und Wohnbebauung befinden, langfristig oberirdisch fließen zu lassen - aber das kann dauern.

ASSELN/WICKEDE

, 25.04.2015, 01:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gerd und Michael Hanczyk stehen an einem der beiden Entwässerungsgräben, die das Wasser davon abhalten sollen, in die Garagen und Keller ihrer Häuser (links dahinter) zu fließen, jedoch oft überfordert sind.

Gerd und Michael Hanczyk stehen an einem der beiden Entwässerungsgräben, die das Wasser davon abhalten sollen, in die Garagen und Keller ihrer Häuser (links dahinter) zu fließen, jedoch oft überfordert sind.

Dr. Christian Falk, Leiter des Eigenbetriebs Stadtentwässerung, referierte in der Sitzung der Bezirksvertretung Brackel am Donnerstag zum Thema. Das Problem sei wegen der dichten Bebauung vielfach die fehlende Fläche, auf der solche Bäche fließen könnten. 

Ein mögliches Regenrückhaltebecken würde hier zwar eine Linderung, nicht aber einen hundertprozentigen Schutz bieten, so Falk weiter. Die Kosten für ein solches Regenrückhaltebecken südlich des Ertmarweges lägen im sechsstelligen Euro-Bereich. Den Beschluss, es zu planen und dann zu bauen, müsste die Bezirksvertretung fällen.

Objektschutz unumgänglich

Letztlich sei laut Christian Falk ein „Objektschutz“ unumgänglich. Das könne zum Beispiel eine kleine Mulde vor dem Haus sein, die die ärgsten Wassermassen aufnimmt, bevor sie ins Haus dringen kann. Die Stadt biete Hauseigentümern Beratungen in dieser Hinsicht an.

 

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