Übler Messer-Scherz im Bochumer Schlachthof?

Kontrolleur vor Gericht

War es ein schlechter Scherz oder pure Boshaftigkeit? Im Bochumer Schlachthof soll ein Lebensmittelkontrolleur einer Kollegin vom Veterinäramt den Knauf eines Messers in den Rücken gestoßen haben. Das Opfer leidet seitdem. Jetzt steht der 54-Jährige vor Gericht.

BOCHUM

04.08.2016 / Lesedauer: 2 min

Es war Mitte Dezember 2015, als der Angeklagte und die Frau vom Veterinäramt im Schlachthof aufeinander trafen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 54-Jährige eines seiner superscharfen Arbeitsmesser genommen hat und es der Frau urplötzlich in den Rücken gerammt hat - allerdings mit der Seite des Griffes. Die Wirkung war trotzdem dramatisch. Laut Anklage leidet die Frau seit jenem Tag an Angstzuständen. Außerdem soll sie eine Prellung davon getragen haben.

Seit der Tat ohne Job

Vor Gericht hat der 54-jährige Bochumer jedoch alles bestritten. Er will seine Kollegin höchstens mit den Fingerknöcheln berührt haben - und das auch nur im Bereich der Hüfte. Man habe gelacht, alles sei völlig harmlos gewesen. Warum sie ihn angezeigt habe, wisse er nicht.

Fakt ist allerdings: Seit der angeblichen Tat ist der Angeklagte seinen Job los. Er hat sich mit seinem Arbeitgeber auf ein Ende der Zusammenarbeit geeinigt - gegen Zahlung einer Abfindung. Die Richter wollen sich nun erst einmal alle Unterlagen kommen lassen und dann die Zeugen hören.