Übung simulierte Zusammenstoß von PKW und S-Bahn

Feuerwehr und Bahn

Der Zusammenstoß eines PKW mit einer S-Bahn - Samstagnacht haben Feuerwehr und Deutsche Bahn an der Schwimmbrücke in Dahlhausen den Ernstfall geübt. Und standen aufgrund des Übungsortes dabei etwas unter Zeitdruck.

BOCHUM

von Ruhr Nachrichten

, 29.04.2012, 14:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Übung mit geschminkten Darstellern simulierte den Zusammenstoß eines PKW mit einer S-Bahn (im Hintergrund).

Die Übung mit geschminkten Darstellern simulierte den Zusammenstoß eines PKW mit einer S-Bahn (im Hintergrund).

Um 2.50 Uhr, nachdem die letzte Bahn die Strecke hatte, startete die Übung, an der rund 120 Personen teilnahmen. Zuvor war bereits ein schrottreifer PKW auf die Gleise gerollt worden. Mit viel Kunstblut und hautfarbenem Knetgummi waren 18 DLRG-Mitglieder zu Unfallopfern geworden. Eine S-Bahn stand so auf dem Gleis, dass es den Rettern unmöglich war, den Bahnübergang regulär zu überqueren. Am Einsatzort war den Rettungsdienstlern schnell klar, dass es sich hier um einen sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ handelt. Die Alarmstufe erhöht, innerhalb kürzester Zeit rückten 65 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst an.

Die Ersten sichteten die Verletzten, stellten fest, wer am dringendsten Hilfe benötigte. Die Feuerwehr begann mit der Befreiung der Eingeklemmten. Eine schwierige Aufgabe: Der PKW lag schwer erreichbar im Gleisbett. Gleichzeitig errichteten Retter auf der Lewackerstraße eine Patientenablage mit Tragen, Defibrillatoren und Beatmungsgeräten. Nach rund 60 Minuten waren alle Verletzten geborgen und wurde behandelt. Besonders schwer Verletzte waren zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg ins Krankenhaus. Beendet war die Übung um 4.35 Uhr, bis 5 Uhr mussten die Gleise wieder befahrbar sein. Ein erste Fazit der Beobachter: Das Einsatzkonzept hat sich bewährt.