Übungsleiterschein ermöglicht irakischem Jungen schnelle Integration

Schule am Hafen

Rayan Omar hat nach seiner Flucht aus dem Irak in Dortmund ein neues Zuhause gefunden. Nun möchte er etwas für andere tun. Das kann er - als Trainer im Verein und an der OGS.

Hafen

, 09.04.2019 / Lesedauer: 2 min
Übungsleiterschein ermöglicht irakischem Jungen schnelle Integration

Helen Waltener (l.) von DOKOM21, und Klassenlehrer Imo Gatz (2.v.l.) unterstützen den Schüler Rayan Omar bei seiner Ausbildung zum Sporttrainer. © Roland Kentrup

Nach seiner Flucht aus dem Irak möchte sich Rayan Omar in Dortmund integrieren. Für den sportbegeisterten Schüler ist das am besten auf dem Sportplatz oder in der Halle möglich. Die dafür notwendige, aber teure Ausbildung zum Übungsleiter im Sportbereich unterstützt DOKOM21 im Rahmen der Initiative „schlau & fit – Verantwortung für die Region“.

Der 17-jährige Rayan besucht die Klasse 10 der Schule am Hafen und will dort im Sommer seinen Hauptschulabschluss machen. Beim größten Dortmunder Sportverein, der TSC Eintracht, hat Rayan bereits ein Berufspraktikum absolviert. Er ist dort so gut angekommen, dass der TSC ihn als Helfer für diverse Sportkurse verpflichtet hat.

Grundlage für die berufliche Zukunft

Für seinen sportlichen und möglicherweise auch beruflichen Weg strebt Rayan jetzt die Weiterqualifizierung mit dem Übungsleiterschein C an. Mit dieser Lizenz darf er als Trainer eigenverantwortlich in Vereinen Sportkurse geben. „Die Kursgebühren von 290 Euro standen als großes Hindernis im Raum“, berichtet sein Klassenlehrer Imo Gatz. DOKOM21 übernimmt davon 150 Euro, die restlichen 140 Euro zahlt der Verein FC Wellinghofen, bei dem Rayan Fußball spielt und trainiert. Zudem gibt er einen Sportkurs an einer Grundschule im offenen Ganztag. Seine Zukunft kann sich Rayan gut in der sozialen Arbeit mit Kindern vorstellen.

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