Umgestürzte Bäume, brennendes Haus: Zahlreiche Unwetter-Einsätze in NRW

Wetter in NRW

Die Feuerwehr hatte in vielen Städten wegen Unwetter einiges zu tun. In Datteln brannte ein Dachstuhl, in Bocholt rückte die Feuerwehr gleich 119 Mal aus. Wie sah es im Rest von NRW aus?

NRW

29.06.2021, 08:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Deutsche Wetterdienst erwartet für weite Teile Nordrhein-Westfalens Starkregen mit Mengen zwischen 20 und 35 Litern pro Quadratmeter.

Der Deutsche Wetterdienst erwartet für weite Teile Nordrhein-Westfalens Starkregen mit Mengen zwischen 20 und 35 Litern pro Quadratmeter. © picture alliance/dpa

Das Unwetter am Montagabend hat in weiten Teilen NRWs für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt.

In Mönchengladbach hat das Unwetter zu Wasserschäden und vollgelaufenen Kellern geführt. Die Feuerwehr habe am frühen Dienstagmorgen ein „erhöhtes Einsatzaufkommen“ verzeichnet, teilte die Stadt mit.

Insgesamt habe es 17 Einsätze im Zusammenhang mit dem Unwetter gegeben. „Davon waren der überwiegende Teil Wasserschäden und vollgelaufene Keller in Wohnhäusern.“ Unter anderem seien aber auch hochgeschwemmte Gullydeckel beseitigt worden.

In einem überschwemmten Keller haben dort gelagerte Chlortabletten einen erneuten Feuerwehreinsatz ausgelöst. Durch den Wasserkontakt der für Swimmingpools gedachten Chlortabs roch es im ganzen Haus nach Chlor. Die Bewohner brachten den Behälter mit den Tabletten ins Freie und alarmierten die Feuerwehr, die die Tabs abtransportierte.

Bocholt: Feuerwehr ist 119 Mal im Einsatz

In Bocholt im Kreis Borken mussten die Einsatzkräfte bis Mitternacht 119 Mal ausrücken, wie die Feuerwehr am Dienstagmorgen mitteilte. Dort hatte das Unwetter am Montagabend besonders heftig gewütet. Innerhalb einer halben Stunde fielen nach Angaben der Stadt Bocholt 25 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Zahlreiche Keller mussten demnach ausgepumpt sowie Bäume von Straßen geräumt werden.

Der Holtwicker Bach ist in Bocholt über die Ufer getreten. Die Feuerwehr pumpte mit mehreren Pumpen Wasser ab um ein Überfluten der angrenzenden Häuser zu verhindern.

Der Holtwicker Bach ist in Bocholt über die Ufer getreten. Die Feuerwehr pumpte mit mehreren Pumpen Wasser ab um ein Überfluten der angrenzenden Häuser zu verhindern. © Karsten Tersteegen

Zudem war der Holtwicker Bach über die Ufer getreten und drohte die Häuser zu überfluten. Die Fläche glich dort einer Seenplatte. Die Feuerwehr pumpte mit mehreren Pumpen Wasser ab. „Das THW ist zur Verstärkung eingeschaltet worden. Sandsäcke werden vorbereitet, um die Überflutung zu stoppen“, so der Stadtsprecher.

In Ahaus gab es umgestürzte Bäume und vollgelaufene Keller. Ein Video zeigt den kurzen aber heftigen Starkregen:

In Datteln hatte ein Blitz in ein Haus eingeschlagen und den Dachstuhl in Brand gesetzt. Eine Person wurde verletzt, die Feuerwehr löschte eine halbe Stunde lang.

Nach einem Blitzeinschlag in ein Wohnhaus an der Konrad-Adenauer-Straße fing es im Dachstuhl an zu brennen.

Nach einem Blitzeinschlag in ein Wohnhaus in Datteln fing es im Dachstuhl an zu brennen. © Martin Pyplatz

In der Nähe eines Berufskollegs in Werne war ein Baum auf einen anderen gestürzt und drohte auf den Gehweg zu fallen. Die Feuerwehr sperrte den Bereich großräumig ab, bevor Drehleiter und Kettensäge zum Einsatz kamen.

Doch damit nicht gut: Nun warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) erneut vor heftigem Starkregen und Gewittern. Vom Niederrhein bis ins Münsterland kann es am Dienstag zunächst einzelne Gewitter geben, wie der DWD am Dienstagmorgen mitteilte.

Dabei ist über mehrere Stunden auch Starkregen mit Mengen zwischen 20 und 35 Litern pro Quadratmetern möglich. Lokal können Unwetter mit Hagel und Sturmböen von 85 Stundenkilometern auftreten. Die Temperatur steigt am Dienstag auf 21 bis 24 Grad, im höheren Bergland auf etwa 19 Grad.

Auch die Nacht zum Mittwoch wird ungemütlich mit teils schauerartigem und gewittrigem Regen. Unwetter mit heftigem Starkregen schließt der DWD zumindest nicht aus. Die Temperaturen sinken auf 16 bis 11 Grad, in Teilen der Eifel auf etwa 10 Grad.

Am Mittwoch regnet es teils schauerartig. Im Tagesverlauf kann es auch Gewitter geben. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 19 und 24 Grad, im höheren Bergland um 18 Grad.

dpa

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