Umladestation sorgte für Gestank

Bebbelsdorf

An der Umladestation im Bebbelsdorf hat Gestank die Geruchsnerven der Anwohner kurz vor Pfingsten strapaziert. War’s der Biomüll oder doch der normale Hausmüll? Klaus Erlenbach, Geschäftsführer der AHE, geht davon aus, dass gelbe Säcke und Hausmüll die Ursache des Gestanks waren.

STOCKUM

von Von Irene Steiner

, 21.05.2013, 17:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Umladestation für Hausmüll. Hier wird der Müll aus Witten angeliefert und von dort aus zur Müllverbrennung nach Wuppertal gebracht.

Die Umladestation für Hausmüll. Hier wird der Müll aus Witten angeliefert und von dort aus zur Müllverbrennung nach Wuppertal gebracht.

Doch ganz rund läuft die Energiegewinnung aus dem Bioabfall in der neuen Anlage noch nicht, gesteht Erlenbach: „Die Anlage läuft seit vier Monaten, und es ist eine große Arbeit, die Bioabfälle so zu verfüttern, dass der biologische Prozess optimal läuft“, so Erlenbach. Das Problem: Klassischer Biomüll ist stark kohlehydrathaltig, sprich energiereich. Wenn die Mikroorganismen davon zu viel bekommen, dann „überfressen die sich.“ Das führt zu einer Übersäuerung im Prozess. Baum- und Grünschnitt, der nach dem langen Winter im April in außergewöhnlich großer Menge anfiel, ist dagegen energiearm. Wenn davon zu viel in der Biogasanlage eingesetzt wird, bilden sich die Methanbildner zurück.

Die Folge: Der biologische Prozess wird zurückgefahren, die Energieausbeute sinkt. Dazu kommt, dass nach dem harten Winter nun auch rund um die neue Anlage asphaltiert wurde. „Deshalb konnten auch die großen LKW mit dem Grünschnitt nicht direkt anliefern“, so Betriebsleiter Klaus Heinrich. Also wurde der Gartenschnitt zwischengelagert. Auf dem Gelände, auf dem auch der Hausmüll und die gelben Säcke zwischengelagert werden. Offen. Das stinkt. Aber schon seit Jahren. Am Dienstag brauchte man rund um die Biogasanlage nicht die Nase zu rümpfen. Nur ab und an wehte ein Geruchswölkchen heran, das sofort verflog. Da war der Gestank auf der Umladestation schlimmer.