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Umweltplus durch Pellets

BRACKEL Als erste städtische Immobilie wird die Reichshof-Grundschule jetzt mit Holzpellets beheizt. Dadurch wird der jährliche Kohlendioxid-Ausstoß um rund 30 000 Kilogramm reduziert.

von Von Uwe Brodersen

, 29.11.2007
Umweltplus durch Pellets

<p>Peter Miethner (l.) von der DEW21 gewährt einen Blick in das Feuer der Anlage.

"Ein wenig sehen die Pellets ja wie Meerschweinchen-Futter aus", schmunzelte Schulleiterin Birgitt Weinrich. "Doch wir freuen uns sehr, dass wir eine so moderne Heizanlage bekommen haben." Der Vorschlag kam vom Energiemanagement der städt. Immobilienwirtschaft.

Auch den Schülern soll die Anlage im Heizungskeller erklärt werden. So könnten die Kinder frühzeitig für den Umweltgedanken und den Klimaschutz sensibilisiert werden, betonten Birgitt Weinrich und der Schulausschuss-Vorsitzende Hermann Diekneite (SPD).

Fast keine Feinstäube

Betrieben wird die Holzpelletanlage von der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21). "Wir haben uns vom reinen Erdgas-Versorger zum Energie-Dienstleister entwickelt", erläuterte Ulrich Wenge, Vertriebsleiter Wohnungswirtschaft bei der DEW21. Er schilderte die Funktionsweise der Anlage und hob hervor, dass aufgrund der hohen Qualität der Holzpellets die vielfach diskutierten Feinstäube auf eine fast nicht mehr messbare Menge reduziert würden. Das Holz für die Pellets stamme aus der heimischen Wirtschaft.

Umfangreiche bauliche Veränderungen an der Gebäudeisolierung, die ohnehin nötige Erneuerung von Heizkesseln und die Lagerflächen der früher mit Festbrennstoff beheizten Schule hatten das Gebäude zum besonders geeigneten Modell dieser alternativen Heizform gemacht. Stadtdirektor Ullrich Sierau sagte, dass die Stadt schon seit Jahren regenerativen Energien einen breiteren Raum geben wolle. Moderne Umwelttechnik sei nicht nur eine "Herzensangelegenheit der Verwaltung, sondern auch der Politik", bemerkte CDU-Ratsvertreter Dr. Helmut Eiteneyer.